„Einstellungen“

Wir werfen gerne mit Einstellungsprädikaten wie “skeptisch”, “realistisch”, “optimistisch” um uns, um Dispositionen von Personen zu markieren. Das ist Psychologie oder aber die Umgehung sprachlicher Redundanzen, denn nichts hängt von dieser Zuschreibung ab. Man tut so, als hinge Sinn und Verstand von Überzeugungen und Handlungen von ihnen ab. Das ist Humbug. Entweder der Gedanke greift, oder er greift nicht.

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Datum: Wednesday, 15. August 2007 6:56
Themengebiet: reasoning, truth, words Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    Für die “Gesetze” des Verstandes sind die “Einstellungen” natürlich nicht maßgebend. Sonst wären die “Gesetze” ja keine “Gesetze”. Dennoch ist es nützlich, Menschen mit einer “Einstellung” zu etikettieren, um Tendenzen in ihren Entscheidungen, ihrem Verhalten und ihren Handlungen auszudrücken. Denn auch wenn der Verstand “gesetzesmäßig” ablaufen mag, äußert sich das nicht immer auch nach draußen. Die Menschen sind eben nicht wie Mr. Spock. Und diese Menschlichkeit beschreiben andere dann mit verkürzenden “Einstellungen”. Das ist zumindest verständlich, wenn schon vielleicht nicht verstandesgesetzmäßig.

    -Ralf Westphal

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