Beiträge vom September, 2007

Symbolischer Raum

Wednesday, 26. September 2007 10:10

Die Rede von “Räumen” hat sich ja bewährt. So ist jede Person Träger eines erweiterbaren, dynamischen Überzeugungsraums (die Elemente sind Überzeugungen, Propositionen). In gleicher Weise nimmt jede Person einen symbolischen Raum (Raum der verfügbaren Zeichen und Darstellungsmittel) in Beschlag, der ebenfalls erweiterbar und dynamisch ist (man könnte von symbolischen Zeitscheiben - slices - sprechen). Zu diesem Zustandsraum gehören Französisch-Kenntnisse oder der Gebrauch musikalischer Notation genauso wie Kenntnisse in der Programmiersprache Java, der Modellierungssprache UML oder Kenntnisse in algebraischen Strukturen. Die üblichen Zuordnungen in “geisteswissenschaftlich” oder “naturwissenschaftlich” sind dabei – pragmatisch - gegenstandslos. Je mächtiger der verfügbare Sprachrahmen, desto bessere Artikulations- und Durchsetzungschancen hat der Akteur – allerdings nur in Kombination mit einem wasserdichten Überzeugungsraum. Und in den Überzeugungen liegt die Erdung, weil man symbolisch spintisieren kann.

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Thema: general, speech | Kommentare (0)

Umsicht

Monday, 24. September 2007 8:16

Als Philosoph hat man in erster Linie an Attributen interessiert zu sein, die unseren Geist (im Sinne von “mind”, nicht “brain”) charakterisieren. Er interessiert sich für intelligenz, Schläue, Einfallsreichtum, Cleverness usw. als Ausfaltungen dessen, was man früher mit dem monolithischen Substantiv “Vernunft” bezeichnete. Hierzu zählt auch die Eigenschaft der “Umsicht”.Es spielt zunächst keine Rolle, ob dieser Begriff sofort seiner phänomenlogischen Provenienz bei Heidegger zugeschlagen wird oder nicht (und damit auch einer bestimmten Aufweismethode). Es ist ein Attribut, das man eben hat oder auch nicht; und wir wissen es, anzuwenden. Sein Gegenpart ist “blind”. Wir kennen dieses Paar aus dem Fußball, das den Unterschied gut illustriert.

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Thema: general | Kommentare (0)

Neutralität

Saturday, 15. September 2007 19:09

Immer wieder trifft man das Missverständnis an, dass logische Sachverhalte auf bestimmte Gegenstandsgebiete bezogen werden, z.B. auf die Mathematik (”dort gehts logisch zu”). Die Leute sprechen dann so, als ob die Logik dort hingehöre. Das legt dann nahe, zu denken, in anderen Bereichen gehe es “unlogisch”, “alogisch” oder “nicht so logisch” zu. Ganz beliebt: das Gefühlsleben. Es wurde aber von führenden Logikern immer betont, dass die Logik “topic neutral” ist (so Ryles Worte). Deswegen überführt man ja auch Kandidaten für gültige logische Folgerungen in eine Sprache mit formalen Variablen, Konstanten, Konnektoren usw.. (man “deinterpretiert” in Quines Worten und lagert den Gegenstandsbereich künstlich aus). Ist ein derartiges Schema gültig, dann ist es egal, ob über Gefühle, Krampfadern oder Renditen gesprochen wird, insoweit die gleichen schematischen Ausdrücke durch die die gleichen Korrelate ersetzt werden. Wenn, dann durchzieht “das Logische” unserem gesamten Denkraum und besetzt nicht etwa eine Schamecke.

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Thema: analysis, reasoning, words | Kommentare (0)

Geschenke

Friday, 7. September 2007 21:34

In menschlichen Umgebungen gilt, dass eine Person nie etwas ohne Grund tut. Schenkungen sind deshalb immer Köder in der ein oder anderen Form.

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Thema: general | Kommentare (4)

(Un)Freundlichkeit

Friday, 7. September 2007 21:25

Freundlichkeit macht Aussagen oder Vorschläge kein Jota mehr wahr respektive vernünftig als Unfreundlichkeit. Und umgekehrt.

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Thema: general | Kommentare (1)