Monday, 1. September 2008 11:06
Die speziellen Normen, mit denen sich die theoretische Philosophie beschäftigt, sind intellektuelle Normen. Das Wort “Norm” suggeriert dabei oft zuunrecht, hier handele es sich um soziale Konventionen, Verbotsschilder nach Art von Straßenverkehrsordnungen. Das ist aber nicht die Pointe, denn das “Woher” der Norm ist unerheblich (”die Gesellschaft”).
Intellektuelle Normen beschränken die Züge, die man gedanklich machen darf. Ohne sie wäre es nicht möglich, jemandem zu sagen, er habe das Thema verfehlt, unzulässig verallgemeinert, Fehlschlüsse oder Rhetorik produziert usw.. Es wäre etwas merkwürdig, wenn jemand sagte, er erkenne diese Normen an oder nicht an. In gewisser Weise verfügt man darüber nicht in derselben Weise wie man über die Norm verfügt, bei rot nicht über die Straße zu gehen.
Wer hingegen daran interessiert ist, welche Motive und Neigungen Personen zu welchen Denkhandlungen führen, der beschäftigt sich mit empirischer Forschung, mit Psychologie und Soziologie. Diese Art von Wissen ist nicht in der Lage, aus sich heraus überhaupt von gedanklichen Fehlern sprechen zu können. Wenn doch, muss sie normative Anleihen nehmen.
Für einen Unternehmer ist die Empirie natürlich wichtiger, denn er will ja wissen, wo die Bedürfnisse de facto sitzen und nicht, ob sie zurecht bestehen. Er bedient.
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