APPETITUS
Niemand, der ernsthaft versucht, den Wert körperlicher Appetitlichkeit via Rede von “Oberflächlichkeit” und “Langweiligkeit” zugunsten von “Geist”, “Moral” oder “Verantwortung” zu diskreditieren, kann richtig liegen. Intellektuelle Aufrüstung wird daran niemals etwas ändern. Zurecht: denn in Geschmacksdingen ist die Objektdistanz am kürzesten: man ist nie in der Verlegenheit, “schließen” zu müssen. Man sieht, riecht, schmeckt und hört ja directement, was man da vor sich hat: eine appetitliches Essen, eine appetitliche Person. Die Nichtvorhandenheit entsprechender Attribute oder der beobachtbare körperliche Abbau dürfte zum Härtesten gehören, was es gibt. Brute fact.
Tags: ästhetisieren, taxieren







