Beitrags-Archiv für die Kategory 'aesthetics'
Feb
23
Saturday, 23. February 2008 10:00
Wer den Gefallen an einem Musikstück damit begründet, “der Text gefalle ihm so gut”, der steht an der Klippe eines Kategorienfehlers. Der “Text” kann für die Musikevaluation nur in Form des stimmlich-phonetischen Beitrags - als Instrument - von Belang sein. Die Bedeutung der verwendeten Ausdrücke hat darin zunächst gar nichts zu suchen. Möglich ist aber dies: die Musik gefällt mir gut - und überdies ist der Text sehr ansprechend. Das war eine Bemerkung zu den Constraints ästhetischer Urteile - diese Constraints sind nicht “subjektiv”, sondern bestimmen den Raum, innerhalb dessen ein Urteil sinnvoll gefällt wird.
Tags:
buchen,
taxieren
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Thema: aesthetics, arguments, beliefs |
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Dec
01
Saturday, 1. December 2007 10:27
Vollständige ästhetische Befriedigung tritt nur dort ein, wo normative ästhetische Forderungen auf das empirisch Begriffene hin (das, was wir von der Welt kennen) “einrastet”. Hier gibt es keine Brüche, kein Wohlgefallen an der Abweichung, es gibt hier auch nicht die Kategorie des nur “Interessanten”. Das Vernommene ist normativ wie deskriptiv adäquat. Weil das so selten ist, sind wir zumeist unbefriedigt.
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Thema: aesthetics |
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Jun
28
Thursday, 28. June 2007 2:11
Ein Pragmatiker bezieht Gedankengänge immer auf mögliche Handlungen (siehe Peirce). So wird es ihm nicht reichen, wenn eine Person von sich selbst sagt, sie sei eine Ästhetin. Sie wird es erst, wenn sie bei ihren faktischen Handlungen ästhetische Bewertungen höher ansetzt als andere. D.h.: wenn eine Person A eine unattraktive Person B heiratet, dann kann A kein Ästhet sein, weil das “overruling” nicht greift. Natürlich wird sie sich zu helfen wissen, indem sie Geschmack privatisiert.
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Thema: aesthetics, analysis, beliefs, motives, reasoning |
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Jan
31
Wednesday, 31. January 2007 11:51
Die Strategie, bei Verlust körperlicher Schönheit, diese nach “innen” zu verlagern und von “innerer Schönheit” oder “Charakter” zu sprechen, ist zum Scheitern verurteilt. Man macht nämlich keine weitere Aussage über Schönheit, sondern vollzieht einen kruden Themenwechsel. An solchen Aktionen sieht man besonders deutlich, wie geradezu unerträglich uns Einsichten werden können: dann biegen wir die Sachlage bis zur Unkenntlichkeit zurecht. Ist die selbstverordnete Gehirnwäsche dann vollständig, benimmt man sich auch einfacher Erklärungsmöglichkeiten, weshalb man für andere evtl. nicht akzeptabel ist.
Tags:
(zu)ordnen,
ästhetisieren,
erklären,
kontrollieren,
korrigieren
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Thema: aesthetics |
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Jan
30
Tuesday, 30. January 2007 12:01
In vielen Zusammenhängen kann man sich schon fragen, “wo denn die nackte Wahrheit liege”. Bei der Qualität von Körpern ist die Sachlage aber relativ klar. Durch kein Dessous, keinen Anzug, keine Fliege, kein Schuhwerk, keine Hose kann man einem angemessenen Urteil entgehen. Die Fallhöhe zwischen Schein und Sein ist hier greifbar wie nirgendwo.
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Thema: aesthetics |
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Jan
29
Monday, 29. January 2007 9:27
Daß ein Bild mehr sage als tausend Worte ist vermutlich nur ein ex-post-Effekt. Wenn wir schon genug wissen, dann kann man das Bild als eine Art Bündelung vieler distinkter Aussagen auffassen. Vorher nicht. Die gedankliche Rasterung stellt sich nicht mit der Wahrnehmung, sondern mit feinkörnigen Aussagen über dieses Bild ein.
Tags:
modellieren,
orientieren,
verhandeln
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Thema: aesthetics, words |
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Jan
29
Monday, 29. January 2007 9:16
Die formalen Beurteilungsgesichtspunkte optimaler Rede sind dieselben wie die Merkmale optimaler Musik: Harmonik, Melodik, Rhythmik, Tonart, Tempo Spannungsbögen, Dramaturgie, Intonation…müssen abgestimmt sein. Es ist nur fraglich, ob es in der Musik etwas gibt, das man mit dem Sinn einer kontrollierten sprachlichen Äußerung analogisieren könnte; eine musikalische Aussage gibt es zumeist nicht.
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Thema: aesthetics, speech |
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Dec
31
Sunday, 31. December 2006 11:39
Dicke Gesamtdinge - ob es sich nun um Körper, Theorien, Handlungsentwürfe, Sprachverhalten, Musik oder sonst etwas dreht - sind nie schön. Für niemanden. Ich bezweifle, ob das auch jemals in der Vergangenheit so war. Kirchenmalereien oder Künstlerdarstellungen von “Badenden” beweisen nicht das Gegenteil: zu oft sind Gedankenlosigkeit, Leutseligkeit, ästhetische Boshaftigkeit oder Selbstrettungsversuche am Werk. Ferner: jeder, der etwas taugt, schaut auf die Verschlankung der Mittel, die er verwendet. Es wird also nichts helfen, wenn gesagt wird: der Zeitgeist sei ästhetisch deformiert.
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Thema: aesthetics |
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Dec
25
Monday, 25. December 2006 14:53
In der Philosophie - wie im Tennis - kann man das Spiel verlieren, obwohl man insgesamt mehr Punkte gemacht hat. Die big points müssen gemacht werden. Die entscheidende Schaltzentrale muß besetzt werden. Deshalb ist es besser, Jäger zu sein als Sammler. Die Welt wäre furchtbar, wenn immer nur die “Fleißigeren” gewönnen.
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Thema: aesthetics, methods |
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Dec
22
Friday, 22. December 2006 15:16
Es gibt einen sachlichen Grund dafür, daß kulturelle Produkte (man denke beispielsweise an Text- oder Musikgattungen) kurzformatiger geworden sind; in den allermeisten Fällen ist zu einer Proposition auf einer DINA4 Seite sachlich alles gesagt. Gleiches gilt für “Diskussionen”: nach ein paar Zügen kann man den Ort des Geschehens getrost verlassen. Beim Rest handelt es sich zumeist um Bildungshuberei, narrative Ausschweifungen oder um das von Schopenhauer beschriebene Stachelschweinverhalten.
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Thema: aesthetics, economics |
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