Beitrags-Archiv für die Kategory 'aesthetics'

GELTUNG

Thursday, 21. December 2006 15:25

Die Geltung eines ästhetischen Urteils wird nicht durch die Bemerkung außer Kraft gesetzt “er/sie/es könne nichts dafür”. Nur die Erklärung des Objektzustands wird davon berührt.

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IMPROVISATION

Thursday, 21. December 2006 14:08

Wenn jemand sagte, am Jazz finde er das “improvisatorische Moment” so toll, dann würde ich ihm entgegnen: “Analogisiere “Musik machen” mit “Sprechen”.  Findest  du  Leute gut,  die hier  improvisieren?” Das Ideal muß doch sein: Sätze wie in Stein gemeißelt anstatt bla bla und “jeder darf mal seinen Senf dazugeben”.

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Thema: aesthetics, speech | Kommentare (0)

EXPRESSIVISMUS

Thursday, 21. December 2006 14:02

Der Expressivismus ist im allgemeinen falsch. Die wenigsten Musikstücke dürften so zustandegekommen sein, daß einem unmittelbaren Gefühl ein musikalisches Kleid verliehen wurde. Das ging vermutlich viel pragmatischer vonstatten: man probierte herum und sagte dann: “oh ja, das klingt gut”. Die “Interpretation” war nachholend.

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Ästhetische Hypothesen

Thursday, 21. December 2006 13:48

Wenn jemand dazu aufgefordert wird, zu sagen, weshalb er dieses ästhetische Urteil fällt (”was gefällt Dir daran?”), dann antwortet er mit einer Aussage, die den Status einer Hypothese hat. “Vermutlich die Intonation”…

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SOUND

Thursday, 21. December 2006 13:43

Die entscheidende Stelle bei Urteilen über Musik: “klingt das gut”?

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MUSIKGESCHMACK

Friday, 24. November 2006 14:33

These: Für die Menge der Musikhörer gilt: der Musikgeschmack ist ein mächtiger erster Indikator für die Taxierung von dispositivem Typus, Mentalität und Klasse einer Person. Das dürfte mit dem Umstand zusammenhängen, daß die Musik unter den ästhetischen Formen das mit Abstand höchste “Identifikationspotential” bietet. Man teste dies.

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“HANDMADE”

Friday, 24. November 2006 14:12

Ob Musik “handgemacht” ist oder nicht kann keinerlei Hinweis geben auf deren Qualität. Die Art der “Herstellung” ist irrelevant für die Güte des Produkts. Bsp: man stelle sich jemanden vor, dem ein Stück gefällt. Danach wird ihm gesagt, es sei mit “elektronischen Mitteln” zustandegekommen. Kann er jetzt sagen: Oh, dann gefällt es mir doch nicht.?? Nein, aufgrund von Supervenienz.

P.S.: Das gleiche gilt im übrigen für andere Geschmacksurteile auch: man kann ein positives Urteil über einen Wein nicht revidieren, weil sich herausgestellt hat, daß es sich um einen “nicht-autochthonen” Cuvée handelt.

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APPETITUS

Monday, 13. November 2006 19:34

Niemand, der ernsthaft versucht, den Wert körperlicher Appetitlichkeit via Rede von “Oberflächlichkeit” und “Langweiligkeit” zugunsten von “Geist”, “Moral” oder “Verantwortung” zu diskreditieren, kann richtig liegen. Intellektuelle Aufrüstung wird daran niemals etwas ändern. Zurecht: denn in Geschmacksdingen ist die Objektdistanz am kürzesten: man ist nie in der Verlegenheit, “schließen” zu müssen. Man sieht, riecht, schmeckt und hört ja directement, was man da vor sich hat: eine appetitliches Essen, eine appetitliche Person. Die Nichtvorhandenheit entsprechender Attribute oder der beobachtbare körperliche Abbau dürfte zum Härtesten gehören, was es gibt. Brute fact.

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HÜBSCH

Sunday, 12. November 2006 11:41

Es ist ein Merkwürdigkeit, daß man in bestimmten Wortfeldern Schwierigkeiten bei den Implikationsverhältnissen vorfindet und gezwungen ist, mit den Achseln zu zucken. Aus “x ist hübsch” folgt sicherlich nicht “x ist schön” (man denke sich Personen), aber man ist sich unsicher, ob aus “x ist schön” “x ist hübsch” folgt. Gudrun Landgrebe ist/war schön. Sie war vielleicht hübsch.

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