Beitrags-Archiv für die Kategory 'arguments'

Begriffliche Schwellen

Sunday, 13. April 2008 14:17

…dazu hat F. Kambartel vor einigen Jahren mit Bezug auf die Evolutionstheorie einen Aufsatz veröffentlicht, den ich im folgenden pdf zusammenfasse.

Kambartel.pdf

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Thema: arguments, general | Kommentare (0)

Ästhetische Urteilskraft

Saturday, 23. February 2008 10:00

Wer den Gefallen an einem Musikstück damit begründet, “der Text gefalle ihm so gut”, der steht an der Klippe eines Kategorienfehlers. Der “Text” kann für die Musikevaluation nur in Form des stimmlich-phonetischen Beitrags - als Instrument - von Belang sein. Die Bedeutung der verwendeten Ausdrücke hat darin zunächst gar nichts zu suchen. Möglich ist aber dies: die Musik gefällt mir gut - und überdies ist der Text sehr ansprechend. Das war eine Bemerkung zu den Constraints ästhetischer Urteile - diese Constraints sind nicht “subjektiv”, sondern bestimmen den Raum, innerhalb dessen ein Urteil sinnvoll gefällt wird.

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Thema: aesthetics, arguments, beliefs | Kommentare (1)

Ritual

Sunday, 7. October 2007 16:09

Zur Ausdrucksgruppe der Worte, die in ihrer Orientierung empirisch sowie explanatorisch durchaus gehaltvoll sind, gebildet wirken und dennoch nichts zeigen, gehört auch der Ausdruck “Ritual”. Wenn ich ihn von einem Handlungszusammenhang prädiziere, so ist nichts darüber gesagt, ob dieser sinnvoll oder intelligent ist.

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Thema: arguments, concepts&models, reasoning | Kommentare (0)

Gespräche

Sunday, 29. July 2007 21:59

Das Ziel philosophischer Umtriebe ist es nicht, “miteinander ins Gespräch” zu kommen und den “Dialog zu suchen” (das ist die seichte, gadamersche Rückzugsposition), sondern Sachfragen unter Aufbietung von Rationalitätsressourcen zu entscheiden. Ob das geleistet werden kann, ist natürlich eine andere Frage, denn unsere Aufweis-, Nachweis- und Beweismöglichkeiten hinken erfahrungsgemäß hinter unseren Behauptungen hinterher. Das ist die eigentliche intellektuelle Tragik, die Relativisten die Munition liefert.

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Thema: analysis, arguments, speech | Kommentare (0)

Argumentum

Thursday, 28. June 2007 3:31

Es ist eine gewaltige Ironie, daß das Verfahren der “Diskussion” unser Urteilvermögen eher schwächt als stärkt. Daraufhin sagt man oft entnervt und schulterzuckend: “Das ist schwierig”. Der Dschungel der sogenannten “Sichtweisen” oder “Perspektiven” erscheint undurchdringlich und letztendlich wartet immer der Dezisionismus dahinter. In Tatsachenfragen (was ist der Fall) im Gegensatz zu praktischen Fragen (was ist zu tun) wissen wir aber a priori, daß irgendwas der Fall sein muß. Deshalb liegt es hier ja auch nahe, mit Platon die Verirrung in den rhetorischen Elementen tendenziösen Diskussionsverhaltens zu erblicken. Sie verstellen uns nicht selten den Weg.

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Thema: analysis, arguments, knowledge, reasoning | Kommentare (0)

Erklärung und Begründung

Tuesday, 19. June 2007 23:13

Heute abend bei Maischberger. Wieder kommt ein Rationalitätskalkül zusammen mit einer empirischen Erklärung daher. Jemand sagt, der Gottesglaube sei auf eine Schädigung des Hirnlappens zurückzuführen. Dies kann die Unvernünftigkeit der Gottesannahme nur erläutern. Daß es aber unvernünftig ist, das regelt nicht diese Hypothese, sondern die Gesamtheit der beobachtbaren Tatsachen, die einen solchen Glauben nicht gerade nahelegen. Die Hypothese sagt etwas über das Zustandekommen der Unvernünftigkeit aus, nichts hingegen über die Unvernünftigkeit selbst. Genesis und Geltung.

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Thema: analysis, arguments, beliefs, reasoning | Kommentare (0)

Folgern

Sunday, 17. June 2007 7:43

Jeder Satz ist als deduktive Folgerung anderer Sätze d a r s t e l l b a r. Deswegen kann man nicht sagen, es gebe den Bereich des Logischen und den Bereich des Nichtlogischen. Wir können mit Wittgenstein 1 sagen: was sich außerhalb der Logik bewegt, ist uns gar nicht verständlich und kein Kandidat für einen möglichen Gedanken.

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Thema: arguments, concepts&models, orders, reasoning | Kommentare (0)

Kommunikative Vernunft

Tuesday, 12. June 2007 19:53

Viele Jahre befaßte sich Habermas damit, die notwendigen Bedingungen für fairen argumentativen Diskurs auszubuchstabieren.  Er sprach u.a. vom “zwanglosen Zwang des besseren Arguments.” Für Ihn stellte die Argumentationssituation den Kern der Rationalität dar, weil begründungstechnisch alles offengelegt werden muß. Auf den Gedanken, daß es gar nicht schlau ist, sich überhaupt argumentativ zu betätigen, schien er indessen gar nicht gekommen zu sein. Dabei ist doch das Geheimnisrezept heute dies: schneller und unverschämter als andere sein und sie möglichst vor vollendete Tatsachen stellen.

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Thema: arguments | Kommentare (0)

Pragmatisch

Saturday, 9. June 2007 11:55

Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht philosophische Überlegungen wie “die Welt könnte ganz anders sein als wir sie denken” durch pragmatische Überlegungen bloßgestellt (nicht beseitigt) werden. Man braucht nur zu replizieren: “Was bringt uns diese Überlegung?” oder “Angenommen, die Welt ist anders, was willst Du damit anfangen”. Diese Variante des Aufweisens der “Unechtheit des Problems” (Peirce) kommt auch viel sozialverträglicher und weniger hart daher wie seine philosophiehistorischen Kombattanten: Behauptung der Unformulierbarkeit, Behauptung der Sinnlosigkeit, Behauptung der Nicht-Nachweisbarkeit, Projektionsvermutungen (transzentendaler Schein)…Schließlich und endlich wissen wir ja, daß ein möglicher Proponent der einführenden Sichtweise im Alltag in derselben Begriffs-Suppe rührt wie die anderen auch. Er steht von Anfang an unter Verdacht, nicht wirklich zu glauben, was er zu glauben vorgibt.

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Thema: arguments, concepts&models, general, knowledge, reasoning | Kommentare (0)

Indizientranszendenz

Wednesday, 23. May 2007 14:34

Gehen wir von einem transzendenten Wahrheitsbegriff aus. Dieser Begriff sieht es vor, daß zwischen unseren Nachweismöglichkeiten und dem, was der Fall ist, zumeist ein unaufhebbare Restlücke klafft. Das heißt nicht: wir kommen an die Wahrheit nie ran (nicht dieser Sinn von transzendent), sondern: lückenlose Aufklärung bleibt falsifizierungsfähig.

Ein Beispiel: Vielen, die selbst Sport getrieben haben, kamen die Leistungen der Radfahrer schon immer etwas spanisch weil überirdisch vor. Anfangsverdacht. Wenn jetzt einzelne Sportler sagen, sie hätten Epo zu sich genommen, verdichtet sich dieser Verdacht. Diese Leute könnten natürlich auch (bewußt) etwas Falsches sagen. Zusätzlich Indizien könnten aber die Nachweislage stärken. Wir alle würden sagen: Epo wurde genommen oder nicht. Das ist mit Wahrheit gemeint. Begründungstechnisch kann man die Lücke aber nicht ohne weiteres schließen. Die beste Situation ist und bleibt: es selbst beobachtet haben.

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Thema: arguments, beliefs, inquiry, truth | Kommentare (0)