Beitrags-Archiv für die Kategory 'big points'
Mar
20
Friday, 20. March 2009 19:51
Was ist der Unterschied zwischen einem schlechten Programmierer, einem schlechten Handwerker, einem schlechten Arzt, einem schlechten Juristen einerseits und einem schlechten Philosophen andererseits? Antwort: ist jemand philosophisch schlecht im Sinne fehlender Güte (nicht: moralischer Qualität), dann diskreditiert er sich als intellektuelle Einheit. Denn er hat keine Möglichkeit, sich zu entlasten, indem er das auf sein “Fach” attribuiert. Aus dem gleichen Grund wirkt es übrigens so komisch, wenn jemand in Analogie zur Aussage “ich bin gut in Mathe” sagen würde “ich bin gut in Philosophie”. Stattdessen muss er sagen wollen: “Ich bin einfach nur intelligent und blicke durch”. Keine inszenierte oder rhetorische Bescheidenheit dieser Welt kann ihn da retten. Wem dieses Programm als unmenschlich streng erscheint, der kann ja immer noch ein guter und fähiger Linguist werden.
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Feb
23
Saturday, 23. February 2008 7:30
“A Supervenience Thesis is a denial of independent variation.[...] To say that so-and-so supervenes on such-and-such is to say that there can be no difference in respect of so-and-so without difference in respect of such-and-such. Beauty of statues supervenes on their shape, size, and colour, for instance, if no two statues, in the same or different worlds, ever differ in beauty without also differing in shape or size or colour.”
David Lewis, Papers in Metaphysics and Epistemology, p. 29
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Jan
01
Tuesday, 1. January 2008 12:54
“I think, that by and large how we put the world together is how it is put together.”
Donald Davidson, Actions & Events, Reply to Quine, p.305
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Oct
07
Sunday, 7. October 2007 15:08
” Z.B. kann man nach einem Schema nur Handeln, wenn jemand das Schema zuvor entworfen hat. Das Entwerfen eines Schemas ist ein Denkakt, der dem Schema vorausgeht. Wir werden zu der Annahme neigen, dass das, was bei dem Handeln nach dem Schema geschieht, nicht exakter sein könne, als es der Gedanke war, durch den das Schema selbst entworfen wurde. Wie es auch hiermit stehen möge, jedenfalls ist das Entwerfen eines Schemas ein Denkakt, der nicht nach diesem Schema verläuft.”
K.F. von Weizsäcker, Die Einheit der Natur, S. 47
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May
28
Monday, 28. May 2007 12:18
…of the many individual events that are risings of my arm, some are cases of my raising my arm; and none of the cases of my raising my arm are events that include more than my arm going up. Nothing is added to the event itself that makes it into an action. Why should we think otherwise? No one believes something must be added to a tree to make it an oak.
Donald Davidson: Problems in the explanation of action
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Jan
26
Friday, 26. January 2007 19:40
Only invariances are “facts of the matter”.
Donald Davidson; Truth, Language and History, p.316
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Dec
24
Sunday, 24. December 2006 18:44
“Holophrastisch betrachtet - als Satz, der durch den Vorgang der Konditionierung auf Reizsitutationen als ein nahtloses Ganzes gelernt wird -, ist der Satz frei von Theorie; analytisch - d.h. Wort für Wort - betrachtet, enthält er hingegen Theorie. Soweit Beobachtungssätze etwas mit Wissenschaft zu schaffen haben, soweit sie Beglaubigung und Überprüfung ermöglichen, werden sie sich ihre ursprünglich holophrastische Theoriefreiheit schwerlich bewahren und sich retrospektiv gesehen mit Theorie aufladen müssen. Doch ihren Status der Beobachtungsnähe darum retrospektiv anfechten zu wollen, heißt einen Fehlschluß zu begehen, den Roderick Firth als den “Fehlschluß der begrifflichen Retrojektion” bezeichnet hat.”
W.v.O. Quine: Unterwegs zu Wahrheit, S.10
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Dec
03
Sunday, 3. December 2006 18:28
“For me normative epistemology is a branch of engineering. It is the technology of truth-seeking, or, in a more cautiously epistemological term, prediction. Like any technology, it makes free use of whatever scientific findings may suit its purpose. It draws upon mathematics in computer standard deviation and probable error and in scouting the gambler’ s fallacy. It draws upon neurology and physics, in a general way, in discounting testimony form occult or parapsychological sources. There is no question here of ultimate value, as in morals; it is a matter of efficacy for an ulterior end, truth or prediction. The normative here, as elsewhere in engineering, becomes descriptive when the terminal parameter is expressed. We could say the same of morality if we could view it as aimed at reward in heaven.”
The Philosophy of W.V.Quine, Reply to White, p.665
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Nov
19
Sunday, 19. November 2006 15:03
“My language may (or may not) have something to do with my, or society`s, interest in the question whether the clearing of tropical forests is speeding the destruction of the ozone layer, but language has nothing to do with the truth of the matter. Plenty of concepts are vague, but putting grey areas and ambiguity aside, most of our declarative utterances are simply true or false, not true then but false now, not true for me and false for an inhabitant of the Tuammotu Atolls, not partly false and partly true. Our languages do not distort the truth about the world, though of course they allow us to deceive ourselves and others, according to predilection.”
Donald Davidson, “Seeing through language”, Thought and language, S.19
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Nov
19
Sunday, 19. November 2006 11:37
“Aber für die wissenschaftliche Methode ist es wichtig, alle metaphysischen Elemente auszuschalten und die beobachtbaren Tatsachen als die einzige Quelle aller Vorstellungen und Konstruktionen zu betrachten.[...] Durch die Jahrhunderte hatten die Mathematiker ihre Objekte, z.B. Zahlen, Punkte, usw., als “Dinge an sich” betrachtet. Da diese Objekte aber den Versuchen, sie angemessen zu definieren, von jeher getrotzt haben, dämmerte es den Mathematikern des 19. Jahrhunderts allmählich, daß die Frage nach der Bedeutung dieser Objekte als “wirkliche Dinge” für die Mathematik keinen Sinn hat. Die einzigen sinnvollen Aussagen über sie beziehen sich nicht auf die dingliche Realität; sie betreffen nur die gegenseitigen Beziehungen zwischen undefinierten Objekten und die Regeln, die die Operationen mit ihnen beherrschen. Was Punkte, Linien, Zahlen “wirklich” sind, kann und braucht in der mathematischen Wissenschaft nicht erörtert zu werden.”
Courant/Robbins: “What is mathematics”, S.10, 1941
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