Beitrags-Archiv für die Kategory 'methods'

Pragmatismus

Saturday, 10. November 2007 10:42

Ein Maß für die äußerst starke Einbettung pragmatischen Verhaltens ist: die Häufigkeit, mit der man im Alltag die Frage nach dem Sinn, der Bedeutung oder der Funktion eines Objekts konfrontiert sieht mit der Replik: “…das hängt davon ab, was sie damit machen wollen”. Angaben a la “how to do things with…” (words, numbers, cars, women, computers,…) sind auch der Ausdruck unserer Handlungssouveräneitität. Deshalb führt an der Gebrauchs- und Verwendungsdimension (= Pragmatismus) kein Weg vorbei.

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Thema: concepts&models, ecosophia, methods, technics | Kommentare (0)

Kommen lassen

Wednesday, 15. August 2007 6:31

Nichts wird in Wortgefechten entschieden. Das Vertreten eines Standpunkts oder einer “Meinung” – das sind stets Kandidaten für personalen Gegenwind oder Irritationen. Man riskiert zusätzlichen Aufwand in Form von Erläuterung oder Krisenmanagement. Die Gefahr, sich Feinde zu machen ist einfach zu groß, und die Chance, durch Argumente Überzeugungen zu verändern, schlicht zu klein. Dies als Klugheitsmaxime, nicht als Exponierung von Lebensenttäuschung, denn diese Form von Enttäuschung zeugte bereits von einer vormals irregeführten Konzeption der interpersonalen Vorgänge um uns herum.

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Thema: beliefs, ecosophia, methods, motives | Kommentare (0)

Schlagkraft

Monday, 16. July 2007 9:03

Das Erstaunliche in der Theorieentwicklung der vergangenen Jahrhunderte scheint mir zu sein, daß eine Absenkung der Erkenntnisansprüche zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Schlagkraft geführt hat. Wir denken “in terms of” Hypothesen, anstatt Evidenzen, in Korrelationen als defizientem Modus von Kausalität, sind uns des Setzungscharakters von Axiomen bewußt und verfügen über eine vorsichtigere Forschung in der Formalen Logik (es ist nicht “logisch” so, daß ein losgelassener Stein nach unten fällt); generelle Hypothesen folgen nicht aus Beobachtungen und selbst die sogenannten “Basis- oder Protokollsätze” beargwöhnen wir. Die Fortschritte in Technik, Medizin o.ä. dokumentieren dies.

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Thema: concepts&models, inquiry, methods | Kommentare (0)

Theoriedesign

Monday, 16. July 2007 8:03

Der Ausdruck stammt von Luhmann. Theorien werden angelegt und kultiviert wie Gärten. Es gibt da zwei Großtypen: Identitäts- und Differenzkalküle. Der Identitätstheoretiker schaut auf die gemeinsamen normativen Standards, die unterschiedenen “Systemen” zugrundeliegen (Rationalitätskern), der Differenztheoretiker die vielen unterschiedlichen “Eigenroutinen” der Systeme. Habermas und Luhmann. Differenzkalküle sind sicher die besseren “Starter”, weil sie weniger voraussetzen. Das Prekäre ist nur, daß damit die Zugreifbarkeit der Systeme untereinander von vornherein unterbunden wird, nur weil das Modell es so vorsieht. Die Barrieren werden unter Rückgriff auf “Sprachspiele” mitunter sogar zu Verständnisbarrieren gesteigert (Postmoderne). Wie muß man ein Design wählen, um differentiell beginnend derartige modellbedingten Artefakte und Präjudize nicht entstehen zu lassen?

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Thema: analysis, concepts&models, methods | Kommentare (0)

Geschlecht

Saturday, 14. July 2007 13:23

Auf die Beurteilung von menschlichen Individuen sind wir alle naselang angewiesen. Beispiele: wer kommt in der Abarbeitungsreihenfolge zuerst (Priorisierung), mit wem möchte man zu tun haben, mit wem nicht? Dazu starte man mit Personen. Das Geschlecht spielt zunächst keine Rolle - man abstrahiert (i.S. von “sieht ab”) davon. Zum Schluß kann man dann die festgestellten Eigenschaften auf das Geschlecht abbilden und verteilen - dann ergeben sich gesetzesartige Muster oder nicht. So entgeht man der Gefahr, “typisches Verhalten” von Anfang an und ungeprüft in die Validierung einfließen zu lassen und an der Vorurteilsmarke abgefangen zu werden. Die Lücke zum faktischen Handeln wird im Anschluß daran über Wertezuordnungen (Paare: Werte - Eigenschaften) geschlossen. Wer dies tut und widerspruchsfrei bleibt, handelt rational.

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Thema: beliefs, concepts&models, inquiry, methods, technics | Kommentare (0)

Kernbereich

Saturday, 16. June 2007 11:00

Jeder beherbergt einen formulierbaren Kernbereich dessen, was als Repertoire an Überlegungstypen, Prinzipien, Heuristiken und sonstigen Techniken vertreten wird. Dieser Kernbereich ist vollkommen humorlos: es gibt darin keine Ironie, keine Scherze, keine Bonmots, Gedankenverkürzungen oder vermeidbaren Tropengebrauch. Die Domäne des philosophischen Buchhalters. Wie das anderen gegenüber vertreten wird, ist selbst wiederum ein taktische Frage und gehört zum Gebrauch. Der taktische Satz selbst muß aber auch im Inventar aufgeführt sein.

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Thema: beliefs, economics, methods, technics | Kommentare (0)

Interpretieren

Monday, 21. May 2007 10:31

Um die Aussagen anderer Personen zu verstehen ist es nicht notwendig, daß man dieselben Wörter verwendet. Ansonsten wäre das Verstehen einer Fremdsprache nicht möglich. Das Verstehen (im linguistischen Sinn) beruht auf etwas schwächerem: auf dem Umstand, daß Wörter auf andere Wörter “gemappt” werden. Save the structure and you save all. Deswegen ist es etwas mißverständlich, zu sagen, man verstehe sich gut, weil “man dieselbe Sprache spricht”. Nur eine Person garantiert ein “homophones Übersetzungsmanual”: man selbst.

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Thema: inquiry, methods, speech | Kommentare (0)

Gebrauch

Monday, 7. May 2007 13:38

Was wir benötigen - und was in der Philosophiegeschichte nur zum Teil oder gar nicht systematisch angegangen wurde - ist eine Gebrauchstheorie des Verstandes. Eine endliche, erweiterbare Liste von Verfahrensweisen, die uns nahelegt, in Situationen vom Typ X bewährte Ressourcen vom Typ Y zu mobilisieren. “Regulae ad directionem ingenii” sozusagen, die uns wie Messer und Gabel zur Verfügung stehen und über deren Einsatz der Akteur souverän entscheidet. Diese Anweisungsfragmente würden ohne expliziten Rückgriff auf die Computermetaphorik (es bringt - praktisch gesehen - nichts, sich selbst als die Software des Computers aufzufassen) als Verwendungsmodule eingeführt und enthielten von sich aus auch keine Verweise auf das Leib-Seele-Problem. Den Kern dieses Unterfangens würde eine “Gebrauchstheorie des Nutzens” ausmachen. Nur so könnten sich professionelle Philosophen des Einwands entschlagen, sie produzierten intellektuelle Halden ohne praktischen Punch. Außerdem wäre dem “Primat der praktischen Vernunft” Folge geleistet, ohne Moral eine Sonderrolle zuzugestehen. Moralische Urteile werden zu einem Teil unseres Arsenals.

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Thema: concepts&models, methods, systematics | Kommentare (0)

Umformung

Saturday, 28. April 2007 13:40

Nicht wenige Problemstellungen lassen sich pragmatisch-operativ umformen. Angenommen, A lobt B. Eine Umformung dieser Art ist: ist B als Vorbild einer Erziehungsmaßnahme für Kinder geeignet?

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Thema: analysis, concepts&models, methods | Kommentare (0)

Lösung

Monday, 23. April 2007 13:54

Jede Lösung eines Problems ist eine technische Lösung. Der Gegenstandsbereich spielt keine Rolle. Dies hängt damit zusammen, daß in jeder Situation “irgendwie” (Modus) gehandelt werden muß. Der bewußt-operative Umgang ist dann technisch zu nennen.

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Thema: methods, technics | Kommentare (0)