Beitrags-Archiv für die Kategory 'orders'

Idealiter

Wednesday, 20. February 2008 10:23

Ein weiteres Desiderat zum idealtypischen Konzept eines vollständigen Philosophen: der hohe Ordnungszustand (er orientiert sich ja lt. Kant im Denken) seiner Überlegungen befähigt ihn, in souveräner Weise zu orten, welche Typen von (vermeintlichem) Wissen er in der Gedankenstaffelung wann in Anschlag zu bringen hat. Er wird also nicht Psychologie oder Physik auffahren, wenn es gar nicht nötig ist. Er verfügt über die pragmatische Fähigkeit, in Handlungssituationen Gedankentypen in Gedankengänge adäquat und geordnet einzubauen. Er weiß auch, an welcher Stelle er die Kappungen vorzunehmen hat, sodass Abgeschlossenheit gewährleistet ist. Dazu benötigt er so etwas wie eine "logische Geographie" (Ryle) - er muss die Örter kennen.

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Folgern

Sunday, 17. June 2007 7:43

Jeder Satz ist als deduktive Folgerung anderer Sätze d a r s t e l l b a r. Deswegen kann man nicht sagen, es gebe den Bereich des Logischen und den Bereich des Nichtlogischen. Wir können mit Wittgenstein 1 sagen: was sich außerhalb der Logik bewegt, ist uns gar nicht verständlich und kein Kandidat für einen möglichen Gedanken.

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Phänomenologie

Tuesday, 13. March 2007 11:48

Die Phänomenologie beschreibt die Art und Weise, in der uns Dinge “begegnen”. Sie ist als Grenzfall unserer normalen Orientierung zu beschreiben, bei der wir uns in Überzeugungen bewegen. In technischer Sprechweise: die Geltungsparameter werden suspendiert, auf Null gesetzt. Das macht dann die charakteristische “ästhetische” Erfahrungsweise aus, in der man Dinge auf sich wirken läßt. Heidegger hatte hier in der Einschätzung der Grundsätzlichkeit Unrecht.

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POSTULATE

Tuesday, 5. December 2006 13:30

Die Gesamtheit der erfolgreichen Ergebnisse stützt die Postulate, nicht vice versa. Die Stützungsordnung fällt nicht mit der Abstraktionsordnung zusammen: Das der Sache nach vorgeordnete ist der Stützung nach nachgeordnete.

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LOGIK

Thursday, 23. November 2006 12:33

Ein Vorschlag: man fasse Logik nicht als Komplementärbegriff zu “Empirie” auf, sondern so: die Logik gibt gültige Ordnungsformationen von Sätzen oder Gedanken an - simulativ (vorläufig würde ich Kripke gegen Lewis den Vorzug geben). Jetzt kann man Satzkonstellationen als Bausteine auffassen, die mit diversen Operatoren verknüpft werden und sehen, was passiert, wenn man sie mit semantischen Werten belegt. Obgleich dieselben Bausteine verwendet werden, ist p und q -> q logisch wahr, während die Umkehrung q -> p und q logisch nicht gültig ist. Die Ordnungsstruktur machts.

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GELTUNG

Monday, 13. November 2006 18:47

Wenn man Philosophie und Psychologie nicht als in Institutionen verankerte akademische Disziplinen, sondern als verschiedene Denkfunktionen (Überlegungen, die “philosophisch” oder “psychologisch” sind) auffaßt, so gibt es eine klare Arbeitsteilung. Die Philosophie muß sagen, was ein “Fehler” wäre und “worin” er bestünde; die Psychologie sagt dann, wie man ihn erklärt, wie er zustandekam und kann daraufhin “intervenieren”. 1. Geltung 2. Genesis. Geradezu kriminell wird es, wenn Leute in Funktion 2 springen, bevor sie Funktion 1 abgearbeitet oder geklärt haben. So kommt es, daß Personen andere kurieren wollen, bei denen gar kein “Fehler” vorzufinden ist. Sie kratzen, wo es nicht juckt - andere. Bisweilen kann das foucaultsche Ausmaße annehmen.

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