Beitrags-Archiv für die Kategory 'society'
Apr
18
Wednesday, 18. April 2007 19:49
Es gibt heute eine beliebte und häufig weiterempfohlene, suggestive Selbsttechnik, die da lautet: wer sagt, wer er ist, hört auf, seine Entwicklung voranzutreiben. Demnach wird anempfohlen, ständig den eigenen Einpeitscher zu mimen, den eigenen Schaum vor dem Mund zu produzieren. Ist das eine mögliche Maxime eines vernünftigen Menschen? Ist nicht allzu klar, daß der Körper dies früher oder später heimzahlt und der Verdacht fehlenden Talents dadurch schlicht übergangen wird? Zu dieser Gruppe von Techniken zählt auch eine kategorische kausale Selbstzuschreibung unliebsamer Ereignisse sowie ein radikales Herunterregulieren eigener Ansprüche an die Umwelt.
Tags:
kontrollieren,
korrigieren,
manipulieren
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Thema: analysis, society, technics |
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Jan
31
Wednesday, 31. January 2007 11:22
Der Unterschied zwischen uns und minderbegabten Kreaturen liegt weniger in den “desires” (Ficken, Fressen, Saufen, Scheißen, Schlafen…), sondern in unseren intelligenten Mitteln, diese zu befriedigen und zu kultivieren (Koital- und Masturbationstechniken, Kochkunst, Weinanbau, Hakle Feucht, Schlaftabletten). Schon deshalb sollte man vorsichtig sein, evolutionäre Anpassungen “nach unten” über die Bedürfnisdimension hinaus vorzunehmen.
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Thema: society, speech |
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Jan
30
Tuesday, 30. January 2007 13:37
Eine Meinung zu haben, ist keine Kunst; eine triftige zu haben allerdings schon; demokratische Verhältnisse neigen hier zu fatalen Einebnungen.
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Thema: society |
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Jan
29
Monday, 29. January 2007 11:05
Es ist immer wieder interessant, wie häufig wir Beobachtungen inclusive gezogener Schlußfolgen in einer Wahrnehmungsterminologie beschreiben, um sie so “dingfest” zu machen. Besonders prominent: Empfindung. So sagt in einem Forum jemand, er empfinde viele “spirituelle Menschen” als Realitätsflüchtlinge. Ein ähnlicher Fall: anstatt zu sagen, man wisse, daß p, sagt man transitiv: “Ich habe p erkannt”; offensichtlich müssen propositionale Zusammenhänge (Merkmal: “daß p”) in gekapselter Dingform “Heim ins Wahrnehmungsreich” verfrachtet werden. Ich glaube jeweils zu wissen, was gemeint ist. Das Problem ist nur: dadurch wird möglicherweise die logische Form unserer Aussagen verdreht, die wir dann mühsam mittels semantischer Analyse wieder freischaufeln müssen (vgl. logische Form versus grammatische Form von Aussagen; grammar lies).
Tags:
einkaufen,
korrigieren
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Thema: analysis, society, speech |
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Jan
11
Thursday, 11. January 2007 12:42
Zwischen einem Nörgler und einem kritischen Menschen liegen Welten. Das Verfahren des Kritischen ist: sich etwas anhören, den Geltungsanspruch der Rede zum Zwecke eines Überlegungsgangs temporär außer Kraft setzen (epoche) und dann entweder zustimmen oder nicht. Das ist alles. Wenn die Zustimmung a priori ausgeschlossen ist, dann ist er ein Nörgler. Das Verhalten von Kabarettisten (als Rolle aufgefaßt) in ihrem Selbstverständnis des “Lebens aus der Revolte” ist nicht selten dieser Natur.
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Thema: society |
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Jan
01
Monday, 1. January 2007 16:27
Es ist keine Selbstverständlichkeit, anderen zu helfen. Man muß sich dazu entschließen - je nach Einzelfall.
Tags:
bezahlen,
buchen,
kalkulieren,
unternehmen
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Thema: economics, society |
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Dec
31
Sunday, 31. December 2006 13:59
Wer in naturalistischer Sprechweise - sie hat sich bisweilen eingebürgert - Bewußtseinszustände direkt mit Ausdrücken wie “Endorphinausstoß” oder “Adrenalinausstoß” beschreibt, der redet um die Ecke und lebt riskant. Wir nehmen weder Adrenalin noch Endorphin wahr. Und es kann jederzeit herauskommen, daß es zwischen den einschlägigen Stoffen und bestimmten Zuständen keine nennenswerten gesetzesartigen Verbindungen gibt. Dem Milchsäurestatus beim “Muskelkater” ist so ergangen. Der Wasserentzugseffekt durch das Koffein des Kaffees ist inzwischen umstritten. Keine guten Zeiten für “Aufgeklärte”. Übrigens: wenn man ein Körpergefühl entwickelt hat, dann lauert man aufs Endorphin beim Joggen meist vergeblich.
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Thema: society, speech |
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Dec
31
Sunday, 31. December 2006 13:17
Kultur ist das Manual aller individuellen Mittel, den je eigenen Ehrgeiz nach außen so zu verkaufen, wie wenn er sozial motiviert wäre.
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Thema: society |
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Dec
27
Wednesday, 27. December 2006 19:39
In der Politik zeigen sich uns die Varianten interessegeleiteten Verhaltens wie auf der Schaubühne. Öffentlich ist beobachtbar, wie zäh es zugeht, wenn diese Interessen, wenn sie greifen, zu Entscheidungen und Mehrheiten führen. Das ist kein Anlaß zur “Verdrossenheit”, sondern die schlichte Standardsituation, mit der schon immer zu rechnen war. Viel irreführender sind die Verhältnisse, in denen eine wie auch immer geartete “Übereinstimmung” zu herrschen scheint, die sofort kollabierte, wenn sie nicht per Druckmittel aller Art künstlich zusammengehalten würde.
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Thema: society |
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Dec
27
Wednesday, 27. December 2006 18:07
Wenn jemand etwas tut, das nicht zu seinen Worten paßt, muß es “overruling factors” geben. Ansonsten laufen wir Gefahr, sein Verhalten zu schnell als “irrational” zu qualifizieren. Eingangsbresche: entweder die Überzeugungen oder die Wünsche.
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Thema: inquiry, society |
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