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	<title>Comments for Epistemix.net - Blog</title>
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	<description>Überlegungsfilter &#038; Navigationsbalancen</description>
	<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 21:38:10 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Comment on SYSTEMATIK by Anonym</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/systematik/#comment-20592</link>
		<dc:creator>Anonym</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 15:57:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://epistemix.net/blog/systematik/#comment-20592</guid>
		<description>Das klingt sehr interessant und logisch was Sie da sagen und da frage ich mich ob das nicht auch aufs Leben übertragbar ist. Natürlich, meine ich und bin überzeugt das Sie das auch so sehen.

Ich hatte mal mit einem Professor der Systematik gechattet und der erzählte das er besondere, hellseherische Kräfte besitzt und auch sicher ist das selbst das Universum einem System folgt.

Ich finde es auch interessant das sie Knoten im System erwähnen.
Das liegt daran weil dieser Professor sagte ich sein ein besonderer Mensch ohne jetzt blasiert klingen zu wollen.
Er meinte ich sei ein Knoten im System und wäre mit allem verbunden.

Meine Frage daher: Was denken Sie über ein System das alle Lebewesen unsichtbar(?) verbindet?

Und was denken Sie wäre die Aufgabe eines Knotens im menschlichen System um mal krass pragmatisch da ranzugehen.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will nicht das Sie mir mein Leben erklären. Ich würde nur sehr gerne mal eine rationale Sicht der Dinge hören wollen.

Denn auch wenn Gottes Wege unergründlich sind, bedingt doch die Irrationalität der Rationalität, oder was denken Sie?

Ich hoffe das ich mit meinem laienhaften Sprachduktus nicht ihre Webseite abwerte und ich bitte um Entschuldigung das ich meinen Namen nicht angeben möchte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt sehr interessant und logisch was Sie da sagen und da frage ich mich ob das nicht auch aufs Leben übertragbar ist. Natürlich, meine ich und bin überzeugt das Sie das auch so sehen.</p>
<p>Ich hatte mal mit einem Professor der Systematik gechattet und der erzählte das er besondere, hellseherische Kräfte besitzt und auch sicher ist das selbst das Universum einem System folgt.</p>
<p>Ich finde es auch interessant das sie Knoten im System erwähnen.<br />
Das liegt daran weil dieser Professor sagte ich sein ein besonderer Mensch ohne jetzt blasiert klingen zu wollen.<br />
Er meinte ich sei ein Knoten im System und wäre mit allem verbunden.</p>
<p>Meine Frage daher: Was denken Sie über ein System das alle Lebewesen unsichtbar(?) verbindet?</p>
<p>Und was denken Sie wäre die Aufgabe eines Knotens im menschlichen System um mal krass pragmatisch da ranzugehen.</p>
<p>Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will nicht das Sie mir mein Leben erklären. Ich würde nur sehr gerne mal eine rationale Sicht der Dinge hören wollen.</p>
<p>Denn auch wenn Gottes Wege unergründlich sind, bedingt doch die Irrationalität der Rationalität, oder was denken Sie?</p>
<p>Ich hoffe das ich mit meinem laienhaften Sprachduktus nicht ihre Webseite abwerte und ich bitte um Entschuldigung das ich meinen Namen nicht angeben möchte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Principle of charity by martin engelmeier</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/principle-of-charity/#comment-20185</link>
		<dc:creator>martin engelmeier</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 12:53:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/principle-of-charity/#comment-20185</guid>
		<description>(1) "principle of charity" (poc) ist kein Name, also auch kein "misnomer", allefalls eine unglückliche Wortwahl.Aber auch das wird nicht belegt. Irreführend ist m.E. allenfalls der Anklang an die christliche Tugend der caritas, obwohl dieser Anklang auch zu denken gibt.
(2) Es bleibt unklar, was für eine Art von Bedingung für die Kommunikation das poc ist: Ist es eine hinreichende oder notwendige Bedingung? Ist es eine Präsupposition i.S. von Strawson? Ist es eine Implikatur i.S. von Grice? etc. Wie ist es etwa in den Rahmen von Levinsons Pragmatik einzuordnen?
(3) Wo wird bei Davidson etwas über anthropologische Faktoren oder transzendentale Bedingungen des poc gesagt, denen zufolge "wir nicht anders können"? Ist das poc etwa angeboren o.ä.?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(1) &#8220;principle of charity&#8221; (poc) ist kein Name, also auch kein &#8220;misnomer&#8221;, allefalls eine unglückliche Wortwahl.Aber auch das wird nicht belegt. Irreführend ist m.E. allenfalls der Anklang an die christliche Tugend der caritas, obwohl dieser Anklang auch zu denken gibt.<br />
(2) Es bleibt unklar, was für eine Art von Bedingung für die Kommunikation das poc ist: Ist es eine hinreichende oder notwendige Bedingung? Ist es eine Präsupposition i.S. von Strawson? Ist es eine Implikatur i.S. von Grice? etc. Wie ist es etwa in den Rahmen von Levinsons Pragmatik einzuordnen?<br />
(3) Wo wird bei Davidson etwas über anthropologische Faktoren oder transzendentale Bedingungen des poc gesagt, denen zufolge &#8220;wir nicht anders können&#8221;? Ist das poc etwa angeboren o.ä.?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Passung by Simon Schüz</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/passung/#comment-15966</link>
		<dc:creator>Simon Schüz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 11:09:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=644#comment-15966</guid>
		<description>Aber wie sähe hier unsere triviale Antwort aus?

Wäre etwa eine Erläuterung angebracht, die auf die Erklärungsleistung komplexer, kohärenter Systeme abhebt, wie sie sich experimentell erwiesen und weiterentwickelt hat?
Doch hier prätendiert man, einen gewöhnlichen Erfahrungssatz zu äußern, als hätten wir eines Tages nebenbei völlig verdutzt bemerkt, dass sich alles regelmäßig nach Maß und Zahl verhält.
 
Könnte man nicht statt dessen sagen, dass ontologisch basale "Passungsverhältnisse" wie zwischen Sprache und Wirklichkeit, Geist und Welt, etc. auf innersprachlichen Unterscheidungen beruhen, die schlicht den Sinn und die Verwendungsweise dieser Begriffe bestimmen? Damit unser Reden überhaupt einen Sinn und unsere Praktiken ihren Erfolg haben, werden solche "Passungen" vorausgesetzt.
Wittgensteinianisch gesprochen, könnte man also das Staunen als Versuch einer metaphysischen Verbrämung unserer Tiefengrammatik bezeichnen. Die Antwort auf Fragen á la "warum und nicht vielmehr nicht?!" wäre insofern "trivial", als sie kein Erfahrungssatz, sondern nur eine grammatische Bemerkung wäre. (Frei nach dem Motto "ich darf mir nicht den Ast absägen, auf dem ich sitze")

Und dennoch: seltsame Gefühlsregungen beim philosophierenden Rotweinkonsum beiseite, wer staunt wirklich?
Insofern das Staunen vom alltäglichen Vorbeigehen abhält und zum Innehalten beim scheinbar Selbstverständlichen sowie zum tiefergehenden Hinterfragen bringt, drückt es eine wichtige philosophische Denkhaltung aus.
Wahres Staunen brächte hier z.B. vor die Fragwürdigkeit der ontologischen Bedingungen der Möglichkeit, dass die Natur als ein dem Rechnen zugänglicher Zusammenhang von Gesetzen überhaupt erscheinen und angegangen werden kann. 
Auch ein noch so aufgeklärte Variante des Pragmatismus kann die ihm eigene bzw. durch ihn konstituierte Form von Erschlossenheit (z.B. der Natur) nicht pragmatistisch erklären, ohne sie bereits vorauszusetzen.
So sehr dem selbstinszenierenden Gerede mystifizierender und prätentiös-ursprünglicher Denkhaltungen der Garaus gemacht werden muss - man darf den essentiellen Gehalt des Staunens nicht mit über Bord werfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber wie sähe hier unsere triviale Antwort aus?</p>
<p>Wäre etwa eine Erläuterung angebracht, die auf die Erklärungsleistung komplexer, kohärenter Systeme abhebt, wie sie sich experimentell erwiesen und weiterentwickelt hat?<br />
Doch hier prätendiert man, einen gewöhnlichen Erfahrungssatz zu äußern, als hätten wir eines Tages nebenbei völlig verdutzt bemerkt, dass sich alles regelmäßig nach Maß und Zahl verhält.</p>
<p>Könnte man nicht statt dessen sagen, dass ontologisch basale &#8220;Passungsverhältnisse&#8221; wie zwischen Sprache und Wirklichkeit, Geist und Welt, etc. auf innersprachlichen Unterscheidungen beruhen, die schlicht den Sinn und die Verwendungsweise dieser Begriffe bestimmen? Damit unser Reden überhaupt einen Sinn und unsere Praktiken ihren Erfolg haben, werden solche &#8220;Passungen&#8221; vorausgesetzt.<br />
Wittgensteinianisch gesprochen, könnte man also das Staunen als Versuch einer metaphysischen Verbrämung unserer Tiefengrammatik bezeichnen. Die Antwort auf Fragen á la &#8220;warum und nicht vielmehr nicht?!&#8221; wäre insofern &#8220;trivial&#8221;, als sie kein Erfahrungssatz, sondern nur eine grammatische Bemerkung wäre. (Frei nach dem Motto &#8220;ich darf mir nicht den Ast absägen, auf dem ich sitze&#8221;)</p>
<p>Und dennoch: seltsame Gefühlsregungen beim philosophierenden Rotweinkonsum beiseite, wer staunt wirklich?<br />
Insofern das Staunen vom alltäglichen Vorbeigehen abhält und zum Innehalten beim scheinbar Selbstverständlichen sowie zum tiefergehenden Hinterfragen bringt, drückt es eine wichtige philosophische Denkhaltung aus.<br />
Wahres Staunen brächte hier z.B. vor die Fragwürdigkeit der ontologischen Bedingungen der Möglichkeit, dass die Natur als ein dem Rechnen zugänglicher Zusammenhang von Gesetzen überhaupt erscheinen und angegangen werden kann.<br />
Auch ein noch so aufgeklärte Variante des Pragmatismus kann die ihm eigene bzw. durch ihn konstituierte Form von Erschlossenheit (z.B. der Natur) nicht pragmatistisch erklären, ohne sie bereits vorauszusetzen.<br />
So sehr dem selbstinszenierenden Gerede mystifizierender und prätentiös-ursprünglicher Denkhaltungen der Garaus gemacht werden muss - man darf den essentiellen Gehalt des Staunens nicht mit über Bord werfen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Glauben, zu wissen by Martin Welzel</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/glauben-zu-wissen/#comment-14427</link>
		<dc:creator>Martin Welzel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 23:06:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=580#comment-14427</guid>
		<description>Korrektur: "allgemein akzeptierbare Gründe für meine Behauptung, dass ..."</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Korrektur: &#8220;allgemein akzeptierbare Gründe für meine Behauptung, dass &#8230;&#8221;</p>
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	<item>
		<title>Comment on Glauben, zu wissen by Martin Welzel</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/glauben-zu-wissen/#comment-14426</link>
		<dc:creator>Martin Welzel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 22:59:11 +0000</pubDate>
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		<description>"Ich weiss, dass ..." meint nicht: "Ich bin mir absolut gewiss, dass ...". (Wenn es so wäre, wäre "Ich glaube zu wissen" unsinnig.) - "Ich weiss, dass ... " meint eher so etwas wie "Ich habe allgemein akzeptierbare Gründe für die Annahme, dass ..." - und dass ich wirklich solche Gründe habe, kann ich natürlich auch glauben, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich weiss, dass &#8230;&#8221; meint nicht: &#8220;Ich bin mir absolut gewiss, dass &#8230;&#8221;. (Wenn es so wäre, wäre &#8220;Ich glaube zu wissen&#8221; unsinnig.) - &#8220;Ich weiss, dass &#8230; &#8221; meint eher so etwas wie &#8220;Ich habe allgemein akzeptierbare Gründe für die Annahme, dass &#8230;&#8221; - und dass ich wirklich solche Gründe habe, kann ich natürlich auch glauben, oder?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Glauben, zu wissen by Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/glauben-zu-wissen/#comment-4724</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 11:42:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=580#comment-4724</guid>
		<description>"... zu wissen glaubt" ist übrigens Absicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;&#8230; zu wissen glaubt&#8221; ist übrigens Absicht!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Glauben, zu wissen by Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/glauben-zu-wissen/#comment-4723</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 11:41:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=580#comment-4723</guid>
		<description>"Idiom" ist schon die Antwort: Es ist eine idiomatische Redewendung, bei der sich der Inhalt NICHT erschließt, indem man komponentenweise zusammensetzt, was man über "glauben, dass p" und "wissen, dass p" im strengen Sinne zu wissen glaubt. Der Ansatz wäre zum Scheitern verurteilt.

Man verwendet es um den "Festigkeitsgrad" einer eigenen Überzeugung abzuschwächen oder öffentlich zur Debatte zu stellen. Das Stichwort "glauben, dass" dient hier einfach als direkte Aufforderung zum Widerspruch (eine weitere Funktion von "glauben, dass").

Einfach eine mittlere Stelle auf der Skala zwischen schwer haltbarer hypothetischer Überzeugung ("Die Pyramiden wurden von Marsmenschen errichtet!") und lange getesteten, jedesmal sich bewährten Überzeugungen, deren Widerlegung uns unvorstellbar scheint ("Morgens geht die Sonne auf."). (Der Realist mag das letztere justified true belief nennen.)

Ein Indiz mehr dafür, Philosophie nicht durch Aufdröselung von Satzstrukturen zu betreiben.

Beste Grüße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Idiom&#8221; ist schon die Antwort: Es ist eine idiomatische Redewendung, bei der sich der Inhalt NICHT erschließt, indem man komponentenweise zusammensetzt, was man über &#8220;glauben, dass p&#8221; und &#8220;wissen, dass p&#8221; im strengen Sinne zu wissen glaubt. Der Ansatz wäre zum Scheitern verurteilt.</p>
<p>Man verwendet es um den &#8220;Festigkeitsgrad&#8221; einer eigenen Überzeugung abzuschwächen oder öffentlich zur Debatte zu stellen. Das Stichwort &#8220;glauben, dass&#8221; dient hier einfach als direkte Aufforderung zum Widerspruch (eine weitere Funktion von &#8220;glauben, dass&#8221;).</p>
<p>Einfach eine mittlere Stelle auf der Skala zwischen schwer haltbarer hypothetischer Überzeugung (&#8221;Die Pyramiden wurden von Marsmenschen errichtet!&#8221;) und lange getesteten, jedesmal sich bewährten Überzeugungen, deren Widerlegung uns unvorstellbar scheint (&#8221;Morgens geht die Sonne auf.&#8221;). (Der Realist mag das letztere justified true belief nennen.)</p>
<p>Ein Indiz mehr dafür, Philosophie nicht durch Aufdröselung von Satzstrukturen zu betreiben.</p>
<p>Beste Grüße.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Kollisionsdomäne by Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/kollisionsdomane/#comment-4712</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 22:34:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=577#comment-4712</guid>
		<description>Ein P1 und P2 in der Struktur gleichender P3 als "Hüter der collision domain" ist zur Vermeidung eines unendlichen Regresses also nicht akzeptabel. Das Bild der collision domain ist trotzdem ausgezeichnet. Wie beim Netzwerkmedium, das als "Substrat" von gänzlich anderer Natur als die darauf übertragenen Datenpakete ist, so gibt es auch bei der Kommunikation zwischen P1 und P2 ein gemeinsames Substrat. Als P1 kann ich nämlich jederzeit P2 herausfordern, "Butter bei die Fische" zu geben:

P2: "Das ist kein Auto!" - P1: "Gut. Leg dich davor!" - P2 (resigniert): "OK. Wir meinen dasselbe. Es ist ein Auto."

P2: "Windows ist doof!" - P1: "Ich wette [X] Euro dagegen! Hältst du mit?" - P2: "..."

Das Substrat - die collision domain - ist da, "wo's beiden weh tut". (Zuruf an die gesamte P3,4,5...-Zunft: und sonst nirgends!) P1 und P2 identifizieren Begriffe (ob mit gleichen oder verschiedenen Worten), die für ihr Wohl und Wehe jeweils die gleiche Auswirkung haben. Streiten lässt sich's trefflich, wenn P1 und P2 dasselbe Wort ("Unternehmer") für verschiedene Begriffe ("einer, der mich hauptsächlich ausnimmt" vs. "einer, der mir hauptsächlich Lohn und Brot gibt") verwenden.

Meistens zwickt's uns aber an den gleichen Stellen. Deshalb verstehen wir uns so gut.

Beste Grüße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein P1 und P2 in der Struktur gleichender P3 als &#8220;Hüter der collision domain&#8221; ist zur Vermeidung eines unendlichen Regresses also nicht akzeptabel. Das Bild der collision domain ist trotzdem ausgezeichnet. Wie beim Netzwerkmedium, das als &#8220;Substrat&#8221; von gänzlich anderer Natur als die darauf übertragenen Datenpakete ist, so gibt es auch bei der Kommunikation zwischen P1 und P2 ein gemeinsames Substrat. Als P1 kann ich nämlich jederzeit P2 herausfordern, &#8220;Butter bei die Fische&#8221; zu geben:</p>
<p>P2: &#8220;Das ist kein Auto!&#8221; - P1: &#8220;Gut. Leg dich davor!&#8221; - P2 (resigniert): &#8220;OK. Wir meinen dasselbe. Es ist ein Auto.&#8221;</p>
<p>P2: &#8220;Windows ist doof!&#8221; - P1: &#8220;Ich wette [X] Euro dagegen! Hältst du mit?&#8221; - P2: &#8220;&#8230;&#8221;</p>
<p>Das Substrat - die collision domain - ist da, &#8220;wo&#8217;s beiden weh tut&#8221;. (Zuruf an die gesamte P3,4,5&#8230;-Zunft: und sonst nirgends!) P1 und P2 identifizieren Begriffe (ob mit gleichen oder verschiedenen Worten), die für ihr Wohl und Wehe jeweils die gleiche Auswirkung haben. Streiten lässt sich&#8217;s trefflich, wenn P1 und P2 dasselbe Wort (&#8221;Unternehmer&#8221;) für verschiedene Begriffe (&#8221;einer, der mich hauptsächlich ausnimmt&#8221; vs. &#8220;einer, der mir hauptsächlich Lohn und Brot gibt&#8221;) verwenden.</p>
<p>Meistens zwickt&#8217;s uns aber an den gleichen Stellen. Deshalb verstehen wir uns so gut.</p>
<p>Beste Grüße.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Kollisionsdomäne by Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/kollisionsdomane/#comment-4711</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 21:28:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=577#comment-4711</guid>
		<description>Das Problem ist der unsichtbare P3, der festlegen muss, ob P1 und P2 über dasselbe Ding sprechen. Er hat vorher schon kräftig relativiert (= "in Beziehung gesetzt"), ob Kochtopf vs. Auto, Farbe vs. PS-Zahl, blau vs. geschmackvoll gemeint ist. Zufällig gleiche Wortwahl kann dabei natürlich kein Kriterium sein. In einem LAN übernimmt stets das Netzwerkmedium die Rolle von P3 (der collision domain) und kann leicht entscheiden, ob P1 und P2 "sich überschneiden".

Bei menschlicher Kommunikation zwischen P1 und P2 fehlt die Instanz P3 normalerweise und es klappt trotzdem (meistens). Hier fängt also das Problem (der Spaß) erst an. Abgesehen von Trivialitäten ("Dort steht ein Auto!"): dass P1 (Linux-Entwickler) und P2 (Microsoft-Hasser) sich so oft verstehen ("Windows ist doof!") kann sie zur Annahme nichtrelativierbarer Dingeigenschaften "verführen". Bei manchen Dingen ist die Gefahr selbst zwischen P1 ... P10.000.000 gegeben.

Bei einer Million Trivialitäten gibt's aber in dieser Hinsicht nichts zu relativieren. D'accord. Ich befürchte allerdings nur deswegen, weil unsere Denkstrukturen "zufällig" große Ähnlichkeiten aufweisen. Beweisen kann (darf) ich's leider nicht, weil ich mich nicht zu P3 aufschwingen kann, ohne P4 ... herauszufordern. Als P1 muss ich mich halt irgendwann mutterseelenallein entscheiden, ob P2 ungefähr dasselbe meint wie ich (bei gleicher oder unterschiedlicher Wortwahl). Wir brauchen selten den Führer P3.

Beste Grüße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem ist der unsichtbare P3, der festlegen muss, ob P1 und P2 über dasselbe Ding sprechen. Er hat vorher schon kräftig relativiert (= &#8220;in Beziehung gesetzt&#8221;), ob Kochtopf vs. Auto, Farbe vs. PS-Zahl, blau vs. geschmackvoll gemeint ist. Zufällig gleiche Wortwahl kann dabei natürlich kein Kriterium sein. In einem LAN übernimmt stets das Netzwerkmedium die Rolle von P3 (der collision domain) und kann leicht entscheiden, ob P1 und P2 &#8220;sich überschneiden&#8221;.</p>
<p>Bei menschlicher Kommunikation zwischen P1 und P2 fehlt die Instanz P3 normalerweise und es klappt trotzdem (meistens). Hier fängt also das Problem (der Spaß) erst an. Abgesehen von Trivialitäten (&#8221;Dort steht ein Auto!&#8221;): dass P1 (Linux-Entwickler) und P2 (Microsoft-Hasser) sich so oft verstehen (&#8221;Windows ist doof!&#8221;) kann sie zur Annahme nichtrelativierbarer Dingeigenschaften &#8220;verführen&#8221;. Bei manchen Dingen ist die Gefahr selbst zwischen P1 &#8230; P10.000.000 gegeben.</p>
<p>Bei einer Million Trivialitäten gibt&#8217;s aber in dieser Hinsicht nichts zu relativieren. D&#8217;accord. Ich befürchte allerdings nur deswegen, weil unsere Denkstrukturen &#8220;zufällig&#8221; große Ähnlichkeiten aufweisen. Beweisen kann (darf) ich&#8217;s leider nicht, weil ich mich nicht zu P3 aufschwingen kann, ohne P4 &#8230; herauszufordern. Als P1 muss ich mich halt irgendwann mutterseelenallein entscheiden, ob P2 ungefähr dasselbe meint wie ich (bei gleicher oder unterschiedlicher Wortwahl). Wir brauchen selten den Führer P3.</p>
<p>Beste Grüße.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Desires by Brett</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/desires/#comment-4251</link>
		<dc:creator>Brett</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 07:47:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.epistemix.net/blog/?p=573#comment-4251</guid>
		<description>Ein Computer von 1990 bleibt auch dann ein Computer von 1990, wenn die Software inzwischen mal upgedatet wurde. Insofern hat Messner Recht. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass auf Grund der Updates der gleiche alte Computer ungleichlich bessere Ergebnisse liefern kann. - Die Frage ist aber durchaus, ob sich auch die liquide Intelligenz des Menschen seit der Steinzeit weiter entwickelt habe. Wir wissen es nicht. Burckhardt meint: "Der Geist war schon früh komplett." Sind wir heute im logischen Denken schneller und sicherer als die Menschen der Renaissance? Irgendwo habe ich mal eine Untersuichung gelesen, die behauptete, die westliche Menschheit sei tatsächlich im Durchschnitt im Verlauf des 20. Jahrhunderts "intelligenter" geworden. Fällt einem instinktiv schwer zu glauben...   

(Herausragender Blog, kriegt ein Ehrenzeichen...)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Computer von 1990 bleibt auch dann ein Computer von 1990, wenn die Software inzwischen mal upgedatet wurde. Insofern hat Messner Recht. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass auf Grund der Updates der gleiche alte Computer ungleichlich bessere Ergebnisse liefern kann. - Die Frage ist aber durchaus, ob sich auch die liquide Intelligenz des Menschen seit der Steinzeit weiter entwickelt habe. Wir wissen es nicht. Burckhardt meint: &#8220;Der Geist war schon früh komplett.&#8221; Sind wir heute im logischen Denken schneller und sicherer als die Menschen der Renaissance? Irgendwo habe ich mal eine Untersuichung gelesen, die behauptete, die westliche Menschheit sei tatsächlich im Durchschnitt im Verlauf des 20. Jahrhunderts &#8220;intelligenter&#8221; geworden. Fällt einem instinktiv schwer zu glauben&#8230;   </p>
<p>(Herausragender Blog, kriegt ein Ehrenzeichen&#8230;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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