Determinismus
Ein warmer Winter. Einige Pflanzen stellen gerade - blind - auf Frühling um. Wir tun das nicht, wir sind umsichtiger: wir gehen davon aus, daß es noch richtig kalt werden kann und Schnee vielleicht im März fällt. Wenn das mal kein Unterschied ist…;der Determinist sagt: das widerlegt meine These nicht, es handelt sich bei uns eben um eine höherstufige Form von Bestimmtheit. Ich stimme zu. Nur: je mehr Errungenschaften und Fähigkeiten wir aufzeigen (von basaler Unterscheidungsfähigkeit bis zur Funktionalanalysis oder Stochastik), desto deutlicher wird zum Vorschein kommen, daß der Determinismus wahr, weil trivial ist. Er sagt dann eigentlich nur, daß nichts von ungefähr kommt. Er ist keine Theorie, sondern die Ausformulierung unserer aller Annahme, daß es Zusammenhänge in der Welt geben muß. Wittgenstein hätte vermutlich gesagt: der Determinismus formuliert einen grammatischen Satz. Als Argument aufgefaßt ist er lediglich die Gegenthese zu einer Absurdität: nämlich daß der heilige Geist wirkt (deus ex machina).
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