ENDORPHIN
Wer in naturalistischer Sprechweise - sie hat sich bisweilen eingebürgert - Bewußtseinszustände direkt mit Ausdrücken wie “Endorphinausstoß” oder “Adrenalinausstoß” beschreibt, der redet um die Ecke und lebt riskant. Wir nehmen weder Adrenalin noch Endorphin wahr. Und es kann jederzeit herauskommen, daß es zwischen den einschlägigen Stoffen und bestimmten Zuständen keine nennenswerten gesetzesartigen Verbindungen gibt. Dem Milchsäurestatus beim “Muskelkater” ist so ergangen. Der Wasserentzugseffekt durch das Koffein des Kaffees ist inzwischen umstritten. Keine guten Zeiten für “Aufgeklärte”. Übrigens: wenn man ein Körpergefühl entwickelt hat, dann lauert man aufs Endorphin beim Joggen meist vergeblich.
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