Geschenke

In menschlichen Umgebungen gilt, dass eine Person nie etwas ohne Grund tut. Schenkungen sind deshalb immer Köder in der ein oder anderen Form.

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Datum: Friday, 7. September 2007 21:34
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4 Kommentare

  1. 1

    Schenkungen - Immer ein Köder in der ein oder anderen Form ? Wohl auch un “Freund”-lich zu sein. Das Sprichwort stimmt im positiven Sinne: “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.” Kann sein, daß Schenkungen nie ohne Grund bzw. Absicht gemacht werden. Schon mal sich selbst eine Freude gemacht, indem Du Dir überlegst, was dem / der Anderen wohl gefallen könnte ? BEATE

  2. 2

    Auch hier ist die Frage wieder: Entweder ist die Aussage trivial - oder sie soll mehr transportieren. Was könnte das Mehr denn aber sein? Traue niemandem, der Geschenke macht, denn er verfolgt ja immer einen Zweck? Das wäre sehr schade. Denn es reduziert Interaktionen auf die Sachebene. Wohin aber die reine Sachebene führt, kann jeder an der grassierende Bürokratie und ihren Folgen ablesen.

  3. 3

    Hallo Herr Wesphal,

    wenn man Sätze eines Überlegungszusammenhangs als trivial klassifiziert, dann ist das ein Pluspunkt für diese Überlegung - Informationsarmut hin oder her. Ich gehe bei meinen Überlegungen von synthetischen Sätzen aus (wissenserweiternde, informative Urteile a la Kant) und konstruiere “triviale” Sätze als offensichtlich wahre Grenzfälle - wie heute üblich. Umso besser also für mich, zumal es sich ja nicht um eine Tautologie handelt (im Sinne der Logiker).

    Es handelt sich um einen ontologischen Satz; den müssen Sie sich vorstellen wie eine Aussage von Mr. Spock - geäußert in spinozistischer Kühle und unter Ausschaltung der Teilnehmerperspektive; so in etwa wie: “Mohrrüben pflegen orangefarben zu sein” oder “Billardbälle üben Kräfte aus” (Dispositionsausdrücke) - das weiß im übrigen auch jeder. Wer ihn als wahr anerkennt, berechnet aber das Verhalten der menschlichen Umgebung von vornherein anders; man kann so auch nicht mehr ohne weiteres überrascht werden.

    Das unsympathisch wirkende, naturalistische, aber wirkungsvolle Ausschaltungsverfahren der “Teilnehmerperspektive” kennt man im übrigen von vielen philosophischen Arbeiten. Sie dürfen sich bei dieser Äußerung auch keinerlei Anwandlungen nach Art der Frankfurter Schule vorstellen (Sozialkritik, die glaubt, etwas Erregendes aufgewiesen zu haben, wenn sie “Interessen” nachweist). Moralin spielt keine Rolle, nur der krude Wahrheitswert.

    Schöne Grüße
    Klaus Hekenberger

  4. 4

    Die Aussage scheint nicht falsifizierbar zu bzw. tautologisch zu sein, was ihren pragmatischen Orientierungsbezug aber nicht in Abrede stellt.
    Hier gibt sich eine subjektive Haltung eine objektive Verkleidung, wobei dem Wunsch, das Subjektive mit dem Objektiven vermitteln zu wollen, die Berechtigung in keiner Weise abgesprochen werden soll.

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