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	<title>Comments on: Kollisionsdomäne</title>
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	<description>Überlegungsfilter &#038; Navigationsbalancen</description>
	<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 23:02:40 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>By: Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/kollisionsdomane/#comment-4712</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 22:34:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ein P1 und P2 in der Struktur gleichender P3 als "Hüter der collision domain" ist zur Vermeidung eines unendlichen Regresses also nicht akzeptabel. Das Bild der collision domain ist trotzdem ausgezeichnet. Wie beim Netzwerkmedium, das als "Substrat" von gänzlich anderer Natur als die darauf übertragenen Datenpakete ist, so gibt es auch bei der Kommunikation zwischen P1 und P2 ein gemeinsames Substrat. Als P1 kann ich nämlich jederzeit P2 herausfordern, "Butter bei die Fische" zu geben:

P2: "Das ist kein Auto!" - P1: "Gut. Leg dich davor!" - P2 (resigniert): "OK. Wir meinen dasselbe. Es ist ein Auto."

P2: "Windows ist doof!" - P1: "Ich wette [X] Euro dagegen! Hältst du mit?" - P2: "..."

Das Substrat - die collision domain - ist da, "wo's beiden weh tut". (Zuruf an die gesamte P3,4,5...-Zunft: und sonst nirgends!) P1 und P2 identifizieren Begriffe (ob mit gleichen oder verschiedenen Worten), die für ihr Wohl und Wehe jeweils die gleiche Auswirkung haben. Streiten lässt sich's trefflich, wenn P1 und P2 dasselbe Wort ("Unternehmer") für verschiedene Begriffe ("einer, der mich hauptsächlich ausnimmt" vs. "einer, der mir hauptsächlich Lohn und Brot gibt") verwenden.

Meistens zwickt's uns aber an den gleichen Stellen. Deshalb verstehen wir uns so gut.

Beste Grüße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein P1 und P2 in der Struktur gleichender P3 als &#8220;Hüter der collision domain&#8221; ist zur Vermeidung eines unendlichen Regresses also nicht akzeptabel. Das Bild der collision domain ist trotzdem ausgezeichnet. Wie beim Netzwerkmedium, das als &#8220;Substrat&#8221; von gänzlich anderer Natur als die darauf übertragenen Datenpakete ist, so gibt es auch bei der Kommunikation zwischen P1 und P2 ein gemeinsames Substrat. Als P1 kann ich nämlich jederzeit P2 herausfordern, &#8220;Butter bei die Fische&#8221; zu geben:</p>
<p>P2: &#8220;Das ist kein Auto!&#8221; - P1: &#8220;Gut. Leg dich davor!&#8221; - P2 (resigniert): &#8220;OK. Wir meinen dasselbe. Es ist ein Auto.&#8221;</p>
<p>P2: &#8220;Windows ist doof!&#8221; - P1: &#8220;Ich wette [X] Euro dagegen! Hältst du mit?&#8221; - P2: &#8220;&#8230;&#8221;</p>
<p>Das Substrat - die collision domain - ist da, &#8220;wo&#8217;s beiden weh tut&#8221;. (Zuruf an die gesamte P3,4,5&#8230;-Zunft: und sonst nirgends!) P1 und P2 identifizieren Begriffe (ob mit gleichen oder verschiedenen Worten), die für ihr Wohl und Wehe jeweils die gleiche Auswirkung haben. Streiten lässt sich&#8217;s trefflich, wenn P1 und P2 dasselbe Wort (&#8221;Unternehmer&#8221;) für verschiedene Begriffe (&#8221;einer, der mich hauptsächlich ausnimmt&#8221; vs. &#8220;einer, der mir hauptsächlich Lohn und Brot gibt&#8221;) verwenden.</p>
<p>Meistens zwickt&#8217;s uns aber an den gleichen Stellen. Deshalb verstehen wir uns so gut.</p>
<p>Beste Grüße.</p>
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		<title>By: Dirk Ackermann</title>
		<link>http://www.epistemix.net/blog/kollisionsdomane/#comment-4711</link>
		<dc:creator>Dirk Ackermann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 21:28:29 +0000</pubDate>
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		<description>Das Problem ist der unsichtbare P3, der festlegen muss, ob P1 und P2 über dasselbe Ding sprechen. Er hat vorher schon kräftig relativiert (= "in Beziehung gesetzt"), ob Kochtopf vs. Auto, Farbe vs. PS-Zahl, blau vs. geschmackvoll gemeint ist. Zufällig gleiche Wortwahl kann dabei natürlich kein Kriterium sein. In einem LAN übernimmt stets das Netzwerkmedium die Rolle von P3 (der collision domain) und kann leicht entscheiden, ob P1 und P2 "sich überschneiden".

Bei menschlicher Kommunikation zwischen P1 und P2 fehlt die Instanz P3 normalerweise und es klappt trotzdem (meistens). Hier fängt also das Problem (der Spaß) erst an. Abgesehen von Trivialitäten ("Dort steht ein Auto!"): dass P1 (Linux-Entwickler) und P2 (Microsoft-Hasser) sich so oft verstehen ("Windows ist doof!") kann sie zur Annahme nichtrelativierbarer Dingeigenschaften "verführen". Bei manchen Dingen ist die Gefahr selbst zwischen P1 ... P10.000.000 gegeben.

Bei einer Million Trivialitäten gibt's aber in dieser Hinsicht nichts zu relativieren. D'accord. Ich befürchte allerdings nur deswegen, weil unsere Denkstrukturen "zufällig" große Ähnlichkeiten aufweisen. Beweisen kann (darf) ich's leider nicht, weil ich mich nicht zu P3 aufschwingen kann, ohne P4 ... herauszufordern. Als P1 muss ich mich halt irgendwann mutterseelenallein entscheiden, ob P2 ungefähr dasselbe meint wie ich (bei gleicher oder unterschiedlicher Wortwahl). Wir brauchen selten den Führer P3.

Beste Grüße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem ist der unsichtbare P3, der festlegen muss, ob P1 und P2 über dasselbe Ding sprechen. Er hat vorher schon kräftig relativiert (= &#8220;in Beziehung gesetzt&#8221;), ob Kochtopf vs. Auto, Farbe vs. PS-Zahl, blau vs. geschmackvoll gemeint ist. Zufällig gleiche Wortwahl kann dabei natürlich kein Kriterium sein. In einem LAN übernimmt stets das Netzwerkmedium die Rolle von P3 (der collision domain) und kann leicht entscheiden, ob P1 und P2 &#8220;sich überschneiden&#8221;.</p>
<p>Bei menschlicher Kommunikation zwischen P1 und P2 fehlt die Instanz P3 normalerweise und es klappt trotzdem (meistens). Hier fängt also das Problem (der Spaß) erst an. Abgesehen von Trivialitäten (&#8221;Dort steht ein Auto!&#8221;): dass P1 (Linux-Entwickler) und P2 (Microsoft-Hasser) sich so oft verstehen (&#8221;Windows ist doof!&#8221;) kann sie zur Annahme nichtrelativierbarer Dingeigenschaften &#8220;verführen&#8221;. Bei manchen Dingen ist die Gefahr selbst zwischen P1 &#8230; P10.000.000 gegeben.</p>
<p>Bei einer Million Trivialitäten gibt&#8217;s aber in dieser Hinsicht nichts zu relativieren. D&#8217;accord. Ich befürchte allerdings nur deswegen, weil unsere Denkstrukturen &#8220;zufällig&#8221; große Ähnlichkeiten aufweisen. Beweisen kann (darf) ich&#8217;s leider nicht, weil ich mich nicht zu P3 aufschwingen kann, ohne P4 &#8230; herauszufordern. Als P1 muss ich mich halt irgendwann mutterseelenallein entscheiden, ob P2 ungefähr dasselbe meint wie ich (bei gleicher oder unterschiedlicher Wortwahl). Wir brauchen selten den Führer P3.</p>
<p>Beste Grüße.</p>
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