Konfusion
Man kann konfus sein, ohne konfus zu sein. Philosophen verwenden den Ausdruck “konfus” im Sinne von Vermengung (confundere). Es wird eine Differenzierung “übersehen”, die zu falschem/inkorrektem Gedankengut in der Folge führt. Im Alltag denotiert man damit aber einen Geisteszustand, insofern er (in Leibnizs Terminologie “verworren” ist. Jemand kann aber eine Differenzierungsleistung verfehlen, ohne verworren zu sein. So könnte jemand bei einer Weinprobe zwei sehr ähnlich schmeckende Rotweine nicht “auseinanderhalten” können (vermengen), ohne dass er geistig in Richtung Verworrenheit entgleist. Oder jemand könnte zu grobkörnige Unterscheidungen eines Fachbuchs rational übernehmen, ohne auch nur verwirrt zu sein. Ein Grund mehr, das Psychologische vom Sachlichen zu trennen.
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