Konstruktionen

In theoretischer Sprechweise ist heute oft von der konstruierten Wirklichkeit durch unsere Gedanken die Rede. Macht man ernst, dann macht diese Überlegung die Wirklichkeit unerkennbar. Man kennt das vom radikalen Konstruktivismus oder von Nietzsche. Es gibt aber eine andere, sinnvolle Rede von Konstruktionen durch Gedankenbildung, die man z.B. in der Geometrie vorgeführt findet. Um ein Problem zu lösen (z.B. die Länge der Seite eines Dreiecks auszurechnen) konstruiert man Hilfsgrößen (z.B. orthogonal die Höhe über einer Seite zum gegenüberliegenden Winkel), sodaß man den Pythagoras anwenden kann (der nur für rechtwinklige Dreiecke gilt). Mittels dieser Konstruktion - an der nichts nebulös ist - kann dann das Problem gelöst werden. Diesen Status müssen kreative, intelligente Leistungen haben. Hier bleibt nichts vom “nur projektiven”, “imprägnierenden” oder “künstlichen” Charakter unserer Verfahren übrig.

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Datum: Wednesday, 27. June 2007 16:59
Themengebiet: analysis, concepts&models, knowledge Trackback: Trackback-URL
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