Sprache
Das Rationale, weshalb man sich im Rahmen der analytischen Philosophie verstärkt mit sprachlichen Mustern beschäftigt hat, war indirekter, nicht sprachwissenschaftlicher Natur. Entitäten namens “Gedanken” (thoughts) stehen im Zentrum unserer geistigen Tätigkeiten. Es sind Gedanken, die in Stützungs- und Folgerungsrelationen zueinander stehen, wenn wir Beschlüsse fassen, Urteile fällen, Strategien bauen, Abwägen oder schlicht Handlungen erklären (z.B. in Form von beliefs und desires). Gedanken sind die konturierteren Nachfolger der vormals etwas ominösen “Vorstellungen”. Die Sprache kommt - indirekt - dadurch ins Spiel, dass es schlicht keine andere Zugriffsmöglichkeit für die strukturierte Identität von Gedanken zu geben scheint als Sätze oder mögliche Aussagen (die Äußerung selbst ist unerheblich). Dabei können ähnliche Sätze unterschiedliche Tiefenstrukturen haben, die man per Semantik herausholen möchte (braucht man beispielsweise, um Schlussweisen durchsichtig zu machen). Grammatikalisch unterschiedliche gestrickte Sätze können denselben semantischen Gehalt haben. Das ist der Zusammenhang für die Einführung minimaler sprachlicher Überlegungen in das Feld. Den Schritt zu der Behauptung, alles sei sprachlich erschlossen muss man nicht unbedingt machen, wenn man vorsichtig ist.
Tags: taktieren







