Strukturlos
Das Problem mit theoretischen Konstrukten wie “mentalesisch”, “Propositionen” (Satzgehalte) und “Vorstellungen” ist, dass man durch deren Postulat grundsätzlich nicht mehr an die semantische Struktur der Saetze herankommt (singulaere Terme, generelle Terme, indexikalische Ausdruecke, mass terms, Kennzeichnungen,…). “Der Papst ist krank” laesst sich semantisch analysieren und seine Folgerungsstrukturen herauspraeparieren (zum Beispiel zu “jemand ist krank”). Er unterscheidet sich semantisch von einem nur oberflaechengrammatisch aehnlichen Satz wie “Der Wal ist ein Saeugetier”. Man kommt nicht in die Binnenstruktur der Gehalte hinein, weil das ein unverdaulicher Klos ist.
Der Gehalt oder die Bedeutung, dass Paul krank ist, ist hingegen nicht weiter analysierbar, weil strukturlos. Ein Grund, warum man die Sprache als den Bereich auszeichnet, bei dem man noch Boden unter den Fueßen hat.
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