Jul
17
Tuesday, 17. July 2007 11:38
Beim Taufen von Produkten oder Dientstleistungen ist es vernünftig, den Namen Programm sein zu lassen. Das ist bei Eigennamen nicht so, denn niemand verfolgt ein Programm, wenn er seinen Sohn “Paul” oder ein Gewässer “Atlantik” nennt. Beim Benennen (Namen) kann man Fehler machen. Besser: die nahegelegte Programmatik ist irreführend. Ein prominentes Beispiel ist das basicthinking Blog (http://www.basicthinking.de/blog/) von Robert Basic, das ansonsten sehr gut gemacht ist und in dem man allerlei Nützliches um Internetpräsenz nachlesen kann. Die Frage ist nur: was ist “basic” an dem “thinking”? In welcher Weise gehts dort um Denken und Überlegen? A misnomer. Der Name wäre meinem Blog gut zu Gesicht gestanden. Vielleicht ist mir dieser prominente Blogger ja trotz Kritik zugeneigt und nimmt mich in die Liste seiner Fachblogs (Philosophie) auf.
Tags:
(zu)ordnen,
buchen,
taxieren
Verwandte Artikel
Thema: general, speech, words |
Kommentare (0)
Jul
15
Sunday, 15. July 2007 13:53
Der Begriff der Objektivität lädt aufgrund seiner Mehrdeutigkeit zu Mißverständnissen geradezu ein. Manchmal meint er unparteiisch, unvoreingenommen, manchmal sachlich, manchmal wahr, manchmal intersubjektiv geltend und schließlich bezeichnet er im philosophischen Gebrauch die Sicht “sub specie aeternitas” eines gedachten allwissenden Subjekts. Ich empfehle, den Begriff zunächst vor der Tür zu lassen und mit der schlichten und harten Währung wahr/falsch in assertorischen Kontexten zu arbeiten. Ansonsten handelt man sich den Perspektivismus oder Relativismus von Skeptikern ein. Objektivität und Wahrheit sind auch nicht äquivalent, denn jemand kann objektiv im Sinne von unparteiisch sein und trotzdem etwas Falsches glauben (=etwas glauben, das falsch ist). Pragmatisch gewendet kann man sich auch nur um Objektivität bemühen; man kann sich nicht auf sie berufen.
Tags:
(ver)gelten,
bezahlen,
buchen,
einkaufen,
kontrollieren,
lagern
Verwandte Artikel
Thema: analysis, beliefs, knowledge, reasoning, truth, words |
Kommentare (0)
Jul
14
Saturday, 14. July 2007 13:23
Auf die Beurteilung von menschlichen Individuen sind wir alle naselang angewiesen. Beispiele: wer kommt in der Abarbeitungsreihenfolge zuerst (Priorisierung), mit wem möchte man zu tun haben, mit wem nicht? Dazu starte man mit Personen. Das Geschlecht spielt zunächst keine Rolle - man abstrahiert (i.S. von “sieht ab”) davon. Zum Schluß kann man dann die festgestellten Eigenschaften auf das Geschlecht abbilden und verteilen - dann ergeben sich gesetzesartige Muster oder nicht. So entgeht man der Gefahr, “typisches Verhalten” von Anfang an und ungeprüft in die Validierung einfließen zu lassen und an der Vorurteilsmarke abgefangen zu werden. Die Lücke zum faktischen Handeln wird im Anschluß daran über Wertezuordnungen (Paare: Werte - Eigenschaften) geschlossen. Wer dies tut und widerspruchsfrei bleibt, handelt rational.
Tags:
bewerten,
buchen,
ermitteln,
kontrollieren,
lagern,
taxieren,
vermessen
Verwandte Artikel
Thema: beliefs, concepts&models, inquiry, methods, technics |
Kommentare (0)
Jun
16
Saturday, 16. June 2007 11:25
Wenn man jemanden eloquent oder schlagfertig nennt, so heißt das in unserem Modell: er kann zeitnah verbal bezahlen oder “zurückzahlen”. Die Währung ist das Wort.
Tags:
(ver)gelten,
bezahlen,
buchen,
kalkulieren
Verwandte Artikel
Thema: ecosophia, speech |
Kommentare (0)
Jun
16
Saturday, 16. June 2007 11:11
Buchungstechnisch beschreiben die Anlagen und Verhaltenstendenzen einer Person dessen Anlagevermögen. Es formuliert die Kontenwerte für dessen “Betriebsbereitschaft”; wie beim Original der Buchführung (Inventar, Bilanz: Aktivaseite) kann dieses Vermögen nach “Flüssigkeit” angeordnet werden, nämlich nach der Fähigkeit, es in liquide Zahlungsmittel umzuwandeln. Nur so kann ja wieder bezahlt werden.
Tags:
buchen,
lagern,
modellieren,
navigieren
Verwandte Artikel
Thema: ecosophia |
Kommentare (0)
May
23
Wednesday, 23. May 2007 14:34
Gehen wir von einem transzendenten Wahrheitsbegriff aus. Dieser Begriff sieht es vor, daß zwischen unseren Nachweismöglichkeiten und dem, was der Fall ist, zumeist ein unaufhebbare Restlücke klafft. Das heißt nicht: wir kommen an die Wahrheit nie ran (nicht dieser Sinn von transzendent), sondern: lückenlose Aufklärung bleibt falsifizierungsfähig.
Ein Beispiel: Vielen, die selbst Sport getrieben haben, kamen die Leistungen der Radfahrer schon immer etwas spanisch weil überirdisch vor. Anfangsverdacht. Wenn jetzt einzelne Sportler sagen, sie hätten Epo zu sich genommen, verdichtet sich dieser Verdacht. Diese Leute könnten natürlich auch (bewußt) etwas Falsches sagen. Zusätzlich Indizien könnten aber die Nachweislage stärken. Wir alle würden sagen: Epo wurde genommen oder nicht. Das ist mit Wahrheit gemeint. Begründungstechnisch kann man die Lücke aber nicht ohne weiteres schließen. Die beste Situation ist und bleibt: es selbst beobachtet haben.
Tags:
buchen,
ermitteln,
räsonnieren,
spekulieren,
taxieren
Verwandte Artikel
Thema: arguments, beliefs, inquiry, truth |
Kommentare (0)
May
23
Wednesday, 23. May 2007 13:42
Die Verlinkungskultur der Blogosphäre verläuft analog den sonstigen sozialen Mechanismen. Derjenige, auf den die meisten Links “zeigen”, nimmt die höchste Popularität ein. Das Ironische dabei: angenommen, jemand schreibt Beiträge, auf die viele andere widersprechend Bezug nehmen. Dann steigt dessen Popularität trotzdem. Wäre das System wirklich “semantisch” (und nicht syntaktisch), dann müßte es Minuspunkte für ihn geben.
Tags:
bewerten,
buchen,
vermessen
Verwandte Artikel
Thema: general |
Kommentare (0)
May
19
Saturday, 19. May 2007 19:46
Aussagen, die bescheiden daherkommen, haben für gewöhnlich eine größere Chance, angenommen zu werden. Gibt es dafür einen Grund in der Sache? Nein. Ob etwas “bescheiden” ist oder “aufgespreizt” wirkt - das tut dem kühlen Zutreffen oder Nichtzutreffen keinerlei Eintrag. Hier wird die Sachhaltigkeit der Rede vom Beziehungsaspekt der Rede (Bühler) überformt.
Tags:
(ver)gelten,
buchen,
verkaufen,
werben
Verwandte Artikel
Thema: analysis, society, speech |
Kommentare (0)
May
17
Thursday, 17. May 2007 21:17
Denkt man sich ein betriebswirtschaftliches Kontinuum von Leistungs- und Zahlungstransaktionen, dann sind Entschuldigungen Aktionen ohne reellen Zahlungsfluß. Man kann Entschuldigungen nicht auf ein Konto transferieren und damit andere Schulden bezahlen. Reichweitenbeschränkung. Eine preisgünstige Art der Bezahlung. Deshalb zurecht: “Davon kann ich mir nichts kaufen”.
Tags:
bezahlen,
buchen
Verwandte Artikel
Thema: economics, ecosophia |
Kommentare (1)
Apr
16
Monday, 16. April 2007 17:21
Die Idee eines vollständigen Unternehmers sieht eine Person vor, die sämtliche geschäfts- und erwerbsrelevanten Parameter mit Werten bestückt. Er betreibt alles selbst vom Einkauf bis zur Werbung. Maximaler Freiheitsgrad. Skaliert man diese Bereiche seines Tuns, so kann es sein, daß er einige Felder mit dem Wert 0 aufweist (er kümmert sich um bestimmte Dinge nicht oder delegiert). Das rührt aber nicht daher, daß er sich von bestimmten Aufgaben von vornherein entlastet sieht (wie bei Angestellten, Beamten u.dgl.). Bei ihm gilt: jeder Fehltritt kann sich beim Geschäftserfolg auswirken. Er lebt “in der Entscheidung”, denn man muß sich ihn als jemanden vorstellen, der alles wählt. Ein “Unterbewußtsein” oder “Unbewußtsein” gibt es aus methodologischen Gründen bei ihm nicht. Ob es eine derartige Person realiter gibt oder geben kann, ist genauso unerheblich wie die Frage, ob “vollständig informierte Marktagenten” gibt oder geben kann.
Tags:
buchen,
investieren,
kalkulieren,
kontrollieren,
planen,
räsonnieren,
spekulieren,
taktieren,
taxieren,
unternehmen,
verhandeln,
verkaufen,
vermessen,
werben
Verwandte Artikel
Thema: economics, ecosophia |
Kommentare (0)