Kumulativ

Tuesday, 2. September 2008 21:13

Wenn man den Befürwortern “lebenslangen Lernens” manchmal so zuhört, dann drängt sich einem ein kumulativer Wissensbegriff, eine zeitliche Anhäufung von Wissen auf. Tatsache ist doch aber, dass große Teile unserer geistigen Orientierung “Bereinigungsaktionen” sind. Wir schmeißen Gelerntes hinaus, weil es sich als unnütz, untauglich, falsch oder dergleichen herausstellt.

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Objektivität

Sunday, 15. July 2007 13:53

Der Begriff der Objektivität lädt aufgrund seiner Mehrdeutigkeit zu Mißverständnissen geradezu ein. Manchmal meint er unparteiisch, unvoreingenommen, manchmal sachlich, manchmal wahr, manchmal intersubjektiv geltend und schließlich bezeichnet er im philosophischen Gebrauch die Sicht “sub specie aeternitas” eines gedachten allwissenden Subjekts. Ich empfehle, den Begriff zunächst vor der Tür zu lassen und mit der schlichten und harten Währung wahr/falsch in assertorischen Kontexten zu arbeiten. Ansonsten handelt man sich den Perspektivismus oder Relativismus von Skeptikern ein. Objektivität und Wahrheit sind auch nicht äquivalent, denn jemand kann objektiv im Sinne von unparteiisch sein und trotzdem etwas Falsches glauben (=etwas glauben, das falsch ist). Pragmatisch gewendet kann man sich auch nur um Objektivität bemühen; man kann sich nicht auf sie berufen.

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Thema: analysis, beliefs, knowledge, reasoning, truth, words | Kommentare (0)

Geschlecht

Saturday, 14. July 2007 13:23

Auf die Beurteilung von menschlichen Individuen sind wir alle naselang angewiesen. Beispiele: wer kommt in der Abarbeitungsreihenfolge zuerst (Priorisierung), mit wem möchte man zu tun haben, mit wem nicht? Dazu starte man mit Personen. Das Geschlecht spielt zunächst keine Rolle - man abstrahiert (i.S. von “sieht ab”) davon. Zum Schluß kann man dann die festgestellten Eigenschaften auf das Geschlecht abbilden und verteilen - dann ergeben sich gesetzesartige Muster oder nicht. So entgeht man der Gefahr, “typisches Verhalten” von Anfang an und ungeprüft in die Validierung einfließen zu lassen und an der Vorurteilsmarke abgefangen zu werden. Die Lücke zum faktischen Handeln wird im Anschluß daran über Wertezuordnungen (Paare: Werte - Eigenschaften) geschlossen. Wer dies tut und widerspruchsfrei bleibt, handelt rational.

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Thema: beliefs, concepts&models, inquiry, methods, technics | Kommentare (0)

Anlagevermoegen

Saturday, 16. June 2007 11:11

Buchungstechnisch beschreiben die Anlagen und Verhaltenstendenzen einer Person dessen Anlagevermögen. Es formuliert die Kontenwerte für dessen “Betriebsbereitschaft”; wie beim Original der Buchführung (Inventar, Bilanz: Aktivaseite) kann dieses Vermögen nach “Flüssigkeit” angeordnet werden, nämlich nach der Fähigkeit, es in liquide Zahlungsmittel umzuwandeln. Nur so kann ja wieder bezahlt werden.

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Thema: ecosophia | Kommentare (0)

Footstamping

Sunday, 18. March 2007 17:16

Zu wissen, daß eine Überzeugung wahr ist, ist keine notwendige Bedingung für eine wahre Überzeugung. Deswegen nützt auch footstamping nichts.

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Thema: truth | Kommentare (0)

Faktenwissen

Friday, 23. February 2007 1:18

Manchmal wird innerhalb dessen, was man weiß, Faktenwissen gesondert aufgeführt. Das ist nicht nötig und logisch eh unerheblich.

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Thema: general | Kommentare (0)

Kampagne

Friday, 23. February 2007 1:16

Muß jemand etwas glauben, damit er etwas Wahres sagen kann? Folgender Fall: Der Politische Akteur A möchte den politischen Akteur B (CSU) durch eine Pressekampagne schädigen. Dazu setzt er etwas in die Welt, was er selbst nicht glaubt (er “spielt” sozusagen mit dem Gedanken): Der Politische Akteur B soll an zügellosen Sexpartys in Swingerclubs teilnehmen. Dummerweise stellt sich das als “zufällig” richtig heraus. A hat das, was er in die Welt setzte, selbst nie geglaubt, sagt aber etwas Wahres. Glauben scheint keine notwendige Bedingung für wahre Aussagen zu sein.

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Denken, daß p

Monday, 29. January 2007 11:21

Wer sagt: “Ich denke, daß es sich mit der Sache x so und so verhält”, der beschreibt nicht einen Denkvorgang, sondern stellt das, was er denkt, als Überzeugungsknoten in eine objektivierte, gedanklich Ordnungsform hinein: man placiert den Gedanken im “space of reasons” (Sellars); es greift aber der zu kurz, der dabei nur argumentative Situationen im Auge hat. Jemand, der sich über Indikatoren an den Zustand eines Objekts heranpirscht, tut das auch.

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Thema: analysis | Kommentare (0)

Knowledge

Monday, 29. January 2007 10:09

Das Ideal von Wissen ist und war schon immer: etwas können (know-how) + wissen, warum es funktioniert (Prinzipienwissen) und imstande sein, den Gebrauch des Wissens über souveräne Prinzipienverfügung anzuleiten, ja zu motivieren (man weiß, wann welche Mittel zu mobilisieren sind). Deshalb der Spruch: Wissen heiße, lehren zu können (Mittelstraß); anders ausgedrückt: Können ohne Prinzipienwissen ist blind, Prinzipienwissen ohne Können leer.

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Thema: knowledge | Kommentare (0)

Gehalt

Monday, 29. January 2007 9:52

These: Der gehaltvolle Teil von Überzeugungen und Überlegungen liegt im Entdeckungszusammenhang (context of discovery) und nicht im Begründungszusammenhang (context of justification) beschlossen. In ersterem ist niedergelegt, “wie jemand auf etwas kommt”. Viele interessante Entdeckungen in der Mathematik wurden gemacht, bevor es mengentheoretische Axiomatisierungen zu deren Systematisierung gab (”Strukturmathematik”).

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Thema: analysis | Kommentare (0)