KNOWING-THAT

Tuesday, 23. January 2007 19:40

In der Philosophie mußte die Analyse des Ausdrucks “wissen, daß p” (knowledge is justified true belief) um die Klausel “die Überzeugung muß in der richtigen Weise zustandegekommen sein” erweitert werden. Warum?
Bsp.: Man stelle sich einen Weinkenner bei einer Identifikationsaufgabe vor. Aufgrund gewisser Merkmale sagt er: “das ist ein Chateauneuf du Pape, Jahrgang….” und liegt richtig. Die Überzeugung ist wahr und durch Indikatoren gerechtfertigt. Was aber, wenn es eine Wein gäbe, den er nicht von diesem Wein unterscheiden kann und ihn hier nur zufällig nicht identifizieren mußte. Letzterer hätte es auch sein können. Diese Nichtausschließbarkeit verhindert es, zu sagen, der Probant hätte gewußt, daß es sich um den Chateauneuf handelt. Dieser Umstand dürfte es auch schwierig machen ein Korrelat für “Wissen” im Gehirn ausfindig zu machen, denn evtl. weiß unser Probant gar nichts von dem äußerst ähnlichen Wein. Und wie kann etwas im Gehirn sein, das einem gar nie in irgendeiner Weise “begegnet” ist.

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WISSEN, DASS P

Wednesday, 17. January 2007 12:58

Der gebräuchliche faktive Wissensbegriff ist sehr druckempfindlich. Legt man harte, aber angemessene Maßstäbe an (justified true belief…), dann bestehen sehr viele vorgebliche “Wissensgüter” diesen Test nicht. Schwächt man ab, gelten zu viele Dinge als Wissen. So bezeichnen Personen mitunter Überzeugungen als Wissen, deren Wahrheit nicht erwiesen oder nicht einmal geprüft wurden. Ständig vor dem Wissensbegriff eine Vorbehaltsklausel einzufügen (z.B. “vermeintlich”; “purported knowledge”) ist zu umständlich und wirkt peinlich sokratisch. Am besten man behandelt ihn “logisch”: man setzt Wissen umstandslos voraus (macht den Begriff nicht im voraus abhängig von Prüfung) und setzt ihn dann bei Bedarf zu bloßer Überzeugung herunter. Damit wäre unserem “epistemischen Optimismus” auch Genüge getan. “Wissen, daß p” wäre dann in der Terminologie Ryles semantisch eine Art “Erfolgswort”.

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Ästhetische Hypothesen

Thursday, 21. December 2006 13:48

Wenn jemand dazu aufgefordert wird, zu sagen, weshalb er dieses ästhetische Urteil fällt (”was gefällt Dir daran?”), dann antwortet er mit einer Aussage, die den Status einer Hypothese hat. “Vermutlich die Intonation”…

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Überzeugung und Wahrheit

Thursday, 23. November 2006 10:46

Der Überzeugungsbegriff hat einen herausgehobene Stellung, weil er sowohl in Handlungserklärungen (belief-desire-pairs) als auch in der Wissensdefinition (justified true belief +…) eine zentrale Stellung einnimmt. Sowohl praktische als auch theoretische Überlegungen sind auf ihn angewiesen.

Der Wahrheitsbegriff steht mit einem Bein in der Empirie (material wahre Sätze) mit dem anderen in der Semantik/Logik. Standardmäßig ist der Begriff der logischen Folgerung durch die Charakteristik des “Wahrheitstransfers” an den Wahrheits- oder Erfüllungsbegriff gekoppelt. In der Semantik ist der Begriff der “Wahrheitsbedingung” einschlägig: Wenn jemand die Bedeutung eines Satzes kennt, muß er auch die Bedingungen kennen, unter denen er wahr wäre.

Die beiden Begriffe sind also recht “verknüpfungsdicht”. Das ist ihr theoretisches Plus.

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