KNOWING-THAT
Tuesday, 23. January 2007 19:40
In der Philosophie mußte die Analyse des Ausdrucks “wissen, daß p” (knowledge is justified true belief) um die Klausel “die Überzeugung muß in der richtigen Weise zustandegekommen sein” erweitert werden. Warum?
Bsp.: Man stelle sich einen Weinkenner bei einer Identifikationsaufgabe vor. Aufgrund gewisser Merkmale sagt er: “das ist ein Chateauneuf du Pape, Jahrgang….” und liegt richtig. Die Überzeugung ist wahr und durch Indikatoren gerechtfertigt. Was aber, wenn es eine Wein gäbe, den er nicht von diesem Wein unterscheiden kann und ihn hier nur zufällig nicht identifizieren mußte. Letzterer hätte es auch sein können. Diese Nichtausschließbarkeit verhindert es, zu sagen, der Probant hätte gewußt, daß es sich um den Chateauneuf handelt. Dieser Umstand dürfte es auch schwierig machen ein Korrelat für “Wissen” im Gehirn ausfindig zu machen, denn evtl. weiß unser Probant gar nichts von dem äußerst ähnlichen Wein. Und wie kann etwas im Gehirn sein, das einem gar nie in irgendeiner Weise “begegnet” ist.
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