Ökonomie

Thursday, 25. January 2007 15:23

Jemand, der “das Ökonomische” abwertet, nur weil die Wirtschaftswissenschaften mit ihren Analysemitteln und Werkzeugen nicht sonderlich fortgeschritten sind, macht vermutlich einen großen Fehler.

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Thema: ecosophia | Kommentare (0)

Daumenregel

Friday, 12. January 2007 13:15

Eine zeitgemäße Daumen- als Supervenienzregel: “No difference in action without difference in economical impact”. Wenn jemand per Sprache oder Handlung in eine detektierbare Richtung navigiert, dann suche sofort nach möglichen ökonomischen Motiven. Du wirst nahezu immer fündig. Das ist kein Beitrag zur Ideologiekritik, sondern ein Beitrag zu einer allgemeinen Hermeneutik.

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Thema: economics, general | Kommentare (0)

FEYERABEND

Thursday, 11. January 2007 9:37

“Feyerabend war in vielerlei Beziehung ziemlich unkonventionell, und hiermit beginne ich mich seinem Rollenverständnis als Philosoph zuzuwenden. Insbesondere akademische Üblichkeiten missachtete er vielfach, teilweise in bewusster Provokation. Das lag daran, dass sich seine persönliche Wertehierarchie in etlichen Hinsichten von typischen Wertehierarchien von Akademikern unterschied: Er war immer wieder bereit, typisch akademische Werte seinen persönlichen Präferenzen unterzuordnen. So widerrief er z.B. seine Annahme einer Stelle am Minnesota Center for the Philosophy of Science, das er sehr schätzte, mit der Begründung, er könne auf seine Gesangslehrerin in San Francisco nicht verzichten. Durchaus potentiell interessante und anregende Diskussionen konnte er ausschlagen, wenn im Fernsehen ein Krimi kam, den er sehen wollte. Ein Treffen mit Heidegger, das ein gemeinsamer Bekannter arrangieren wollte, lehnte er ab – einfach so. Seine Probevorlesung an der ETH Zürich beendete er damit, dass er seinen Schal wie ein Lasso über dem Kopf schwang und verkündete, er sei jetzt müde und hungrig und gehe nach Hause. Bei Einladungen zu Vorträgen, die er angenommen hatte, mussten die Veranstalter bis ganz kurz vor seinem Auftritt damit rechnen, dass sie noch eine Absage bekamen (die ihren Grund allerdings nicht nur in einer Laune, sondern auch in großen Schmerzen haben konnte, die von seiner Kriegsverletzung herrührten). Etwa ein Drittel seiner Vorlesungen in Berkeley hat er ausfallen lassen. Das Benotungsrecht ist ihm temporär entzogen worden, weil er fast nur Sechser vergab. Attraktive Studentinnen erhielten immer eine Vorzugsbehandlung, in vielerlei Hinsicht. Als unstet und unzuverlässig, eben auch persönlich als einen Anarchisten, konnte man ihn sehen. Einmal begründete Feyerabend eine äusserst kurzfristige Vortragsabsage damit, dass ihn eine kritische Rationalistin ins Bett argumentiert habe und es ihm daher unmöglich sei zu kommen.”

aus: Paul Hoyningen-Huene: Paul Feyerabend…

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Hilfe

Monday, 1. January 2007 16:27

Es ist keine Selbstverständlichkeit, anderen zu helfen. Man muß sich dazu entschließen - je nach Einzelfall.

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Thema: economics, society | Kommentare (0)

Aufklärung

Thursday, 23. November 2006 13:00

Ein gleichermaßen moderne wie aufgeklärte Grundhaltung besteht aus zwei Kernkomponenten: Technik (im weiten Sinne) und Business (im weiten Sinne). Wie erreiche ich Businessziele mit welchen Mitteln? Die Mittel sind weit gefaßt: vom Fräsen über Verkaufsrhetorik bishin zur höheren Mathematik - Konstruktionsmittel aller Art eben. Dies muß in einem ökonomischen Rahmen stattfinden, damit die Rentabilität gewährleistet ist. Die Mittel haben schlank und elegant zu sein. Es besteht in dieser Hinsicht kein wesentlicher Unterschied zwischen Modellflugzeugbau und Geschlechtsverkehr mehr. Jedes Können wird als Managementfähigkeit gefaßt. Dies ist eine zeitgemäße und sehr mächtige Grundeinstellung für die Lebensführung. Kein Hauch von Ironie übrigens.

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Thema: concepts&models, economics, general | Kommentare (0)

InTrO

Friday, 27. October 2006 12:33

David Kellog Lewis

  • Thema:
    Wissen & Rationalität
  • Form:
    Loseblattsammlung in systematischer Absicht
  • Zweck:
    Falschheiten und gedankliche Fehlstellungen korri-
    gieren; Vorschläge unterbreiten; Bullshit ausmerzen
  • Vorgehen:
    Aufnahme und Bemessung öffentlich zugänglicher Überzeugungen und Denkstrategien: Kampagnen, Slogans, Volksmeinungen, Behauptungen
  • Anlass:
    Ansprüche, Provokationen, Äußerungen von gesellschaftlichen Akteuren aller Art: Unternehmer, Medienschaffende, Öffentlichkeitsarbeiter, Marketingleute, Personaler, “Geistliche”, Kultusbehörden…

  • Kernmetapher:
    Neuraths Boot; ein Kapitän, der sein Schiff auf offener See - ohne feste Andockstellen - zielstrebig auf Kurs halten muß; beste allgemeine, gedankliche Orientierungsmittel sollen zur Verfügung stehen.

  • Aufgabe:
    Wie navigiert ein denktechnisch versierter, induktiver, problemlösender Zeitgenosse mit “Zug zum Tor”; welcher abstrakter Verstandesressourcen würde er sich bedienen?

  • Relevanz:
    Zähmung überbordender Rhetorik, Zurechtrückung von Legitimitätsfragen in Zeiten reiner Verteilungskämpfe; Entscheidungen hinsichtlich Fragen allgemeiner Interpretationshoheit

  • Stil:
    Apperçus; didaktikarm; Entwicklung einer anspruchsvollen Blogstilistik als “Genre”

  • Status:
    anspruchsvoll, kompromißlos, perwollfrei, kompetitiv

  • Ziel:
    Systematische, zeitgemäße Überlegungen in Begriffen der Betriebswirtschaft und Technik mit ästhetischen Letztwerten; Antworten in Sachen Wissensgesellschaft

  • Vorwort:
    “Dieses Blog wird vielleicht nur der verstehen, der die Gedanken, die darin ausgedrückt sind - oder doch ähnliche Gedanken - schon selbst einmal gedacht hat. - Es ist also kein Lehrblog. - Sein Zweck wäre erreicht, wenn es Einem, der es mit Verständnis liest, Vergnügen bereitete.”

  • P.S.: Ich glaube durchaus nicht, die Probleme endgültig gelöst zu haben.
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