Feb
23
Saturday, 23. February 2008 8:29
Begriffe lassen sich als Äquivalenzklassen von Wörtern, Propositionen als Äquivalenzklassen von Sätzen auffassen. Test: Läßt sich das Vorkommen eines Wortes/Satzes durch ein anderes in allen denkbaren Kontexten ersetzen, ohne daß sich der semantische Wert (beliebt: der Wahrheitswert) ändert, so muß es sich um denselben Begriff/dieselbe Proposition handeln. In terms of invariance: der semantische Wert ist invariant unter allen Ersetzungsoperationen des einen Ausdrucks durch den anderen.
Tags:
(zu)ordnen,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech |
Kommentare (0)
Aug
15
Wednesday, 15. August 2007 6:31
Nichts wird in Wortgefechten entschieden. Das Vertreten eines Standpunkts oder einer “Meinung” – das sind stets Kandidaten für personalen Gegenwind oder Irritationen. Man riskiert zusätzlichen Aufwand in Form von Erläuterung oder Krisenmanagement. Die Gefahr, sich Feinde zu machen ist einfach zu groß, und die Chance, durch Argumente Überzeugungen zu verändern, schlicht zu klein. Dies als Klugheitsmaxime, nicht als Exponierung von Lebensenttäuschung, denn diese Form von Enttäuschung zeugte bereits von einer vormals irregeführten Konzeption der interpersonalen Vorgänge um uns herum.
Tags:
taktieren,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: beliefs, ecosophia, methods, motives |
Kommentare (0)
Jul
29
Sunday, 29. July 2007 21:59
Das Ziel philosophischer Umtriebe ist es nicht, “miteinander ins Gespräch” zu kommen und den “Dialog zu suchen” (das ist die seichte, gadamersche Rückzugsposition), sondern Sachfragen unter Aufbietung von Rationalitätsressourcen zu entscheiden. Ob das geleistet werden kann, ist natürlich eine andere Frage, denn unsere Aufweis-, Nachweis- und Beweismöglichkeiten hinken erfahrungsgemäß hinter unseren Behauptungen hinterher. Das ist die eigentliche intellektuelle Tragik, die Relativisten die Munition liefert.
Tags:
buchen,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: analysis, arguments, speech |
Kommentare (0)
Apr
16
Monday, 16. April 2007 17:21
Die Idee eines vollständigen Unternehmers sieht eine Person vor, die sämtliche geschäfts- und erwerbsrelevanten Parameter mit Werten bestückt. Er betreibt alles selbst vom Einkauf bis zur Werbung. Maximaler Freiheitsgrad. Skaliert man diese Bereiche seines Tuns, so kann es sein, daß er einige Felder mit dem Wert 0 aufweist (er kümmert sich um bestimmte Dinge nicht oder delegiert). Das rührt aber nicht daher, daß er sich von bestimmten Aufgaben von vornherein entlastet sieht (wie bei Angestellten, Beamten u.dgl.). Bei ihm gilt: jeder Fehltritt kann sich beim Geschäftserfolg auswirken. Er lebt “in der Entscheidung”, denn man muß sich ihn als jemanden vorstellen, der alles wählt. Ein “Unterbewußtsein” oder “Unbewußtsein” gibt es aus methodologischen Gründen bei ihm nicht. Ob es eine derartige Person realiter gibt oder geben kann, ist genauso unerheblich wie die Frage, ob “vollständig informierte Marktagenten” gibt oder geben kann.
Tags:
buchen,
investieren,
kalkulieren,
kontrollieren,
planen,
räsonnieren,
spekulieren,
taktieren,
taxieren,
unternehmen,
verhandeln,
verkaufen,
vermessen,
werben
Verwandte Artikel
Thema: economics, ecosophia |
Kommentare (0)
Apr
15
Sunday, 15. April 2007 10:47
Prädikate können aufgefaßt werden wie die Bildungsvorschrift mathematischer Formelausdrücke; sie haben einen ökonomischen Sinn: man muß extensional nicht alle Werte hinschreiben; all die Dinge, die unter das Prädikat fallen, kennt man ja schließlich auch nicht. Der Bildungsvorschrift entspricht das, was man in der formalen Semantik die “logische Form” nennt. Selbstverständlich können in dieser Form Konstanten vorkommen.
Tags:
modellieren,
orientieren,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech |
Kommentare (0)
Mar
15
Thursday, 15. March 2007 12:03
Wir äußern Sätze. Sätze sind es, die eine semantische Struktur haben. In welchem Verhältnis dazu stehen dann Informationen? Ich stelle mir Informationen als Verpackungsform vor, denn semantisch sind das unverdauliche Entitäten, junks, die man beim Interpretieren ähnlich dem Verdauen zuerst wieder aufschließen muß. Sie müssen rückwärtig “entpackt” werden, so daß das, was gesagt wurde wieder an der Oberfläche erscheint. Nur so vermeidet man mögliche Fehlschlüsse und Einwände der Art “das habe ich doch gar nicht gesagt”.
Tags:
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech |
Kommentare (0)
Mar
13
Tuesday, 13. March 2007 14:34
Zu sagen: dies sei unethisch, anstatt zu sagen, es sei ethisch verwerflich; zu sagen, dies sei unästhetisch, anstatt zu sagen, es sei ästhetisch unbefriedigend oder häßlich; zu sagen, dies sei unlogisch, anstatt zu sagen, es folge nicht. Die Un-Wörter kann man für ein Verhalten reservieren, das die entsprechenden Kriterien gar nicht kennt oder vernachlässigt. Never confuse the tertium comparationis with its values.
Tags:
ästhetisieren,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech, words |
Kommentare (0)
Mar
02
Friday, 2. March 2007 8:26
Eine Interpretation ist eine Deutung, die falsch sein kann, nicht eine Deutung, die von vornherein “nur unsere Interpretation” ist.
Tags:
einkaufen,
modellieren,
orientieren,
produzieren,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: analysis |
Kommentare (0)
Feb
13
Tuesday, 13. February 2007 6:59
Der Satz: “Ich bin müde” beherbergt den indexikalischen, starren Designator “Ich”. “Ich” wird erfüllt von demjenigen, der den Satz ausspricht. Man könnte also ersetzen: “Derjenige, der spricht, ist müde”. Damit sind die Wahrheitsbedingungen des Satzes formuliert. Das Dumme: derjenige, der den Satz ausspricht, meint mit “ich” nicht “derjenige, der spricht”; die Intension paßt nicht, die Extension schon.
Tags:
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech |
Kommentare (0)
Feb
09
Friday, 9. February 2007 23:34
Thomas von Aquin hatte in seinem “Scholastischen Disput” eine schlaue Idee. Bei einem Streitgespräch mußte der Rezipient die Aussage des Vorredners noch einmal paraphrasieren und vom Proponenten absegnen lassen, bevor er entgegnen konnte.
Tags:
(ver)gelten,
verhandeln
Verwandte Artikel
Thema: speech |
Kommentare (0)