E-Intelligenz

Monday, 8. January 2007 15:09

Wenn wir den Ausdruck “Emotionale Intelligenz” großzügig so deuten, daß es sich um die Fähigkeit handelt, die Gefühlstopologie anderer Personen zu orten und zu vermessen, so wird schlagartig klar, daß über den Gebrauch dieses “Wissens” nichts gesagt wird: es ist ein Fehler zu glauben, dahinter verberge sich notwendigerweise Humanismus, nur weil dieses Wissen als “Hineinversetzen in” oder “Empathie” verklausuliert wird. Die Wahrheit: es geht um die Berechnung des emotionalen Haushalts des Gegenüber. Wenn man darüber etwas auskundschaftet, kann man es auch dazu verwenden, Druck auszuüben oder “Schwachstellen” gezielt zu bearbeiten. So wird es in Geschäftsprozessen auch eingesetzt werden: als Mittel zum Zweck.

Emotionale Intelligenz heißt, daß man Emotionen durch Beobachten und Schließen ausspäht. Es heißt nicht, daß die Intelligenz selbst emotional ist. Man kann kühl feststellen, daß jemand betrübt ist. Dazu muß man nicht selbst betrübt sein.

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Begründung

Tuesday, 26. December 2006 19:09

Ob Begründungen geäußert werden, ist unerheblich; sie müssen nur bei Bedarf parat stehen; man schiebt sie dann nach.

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BEGRÜNDUNGSPOLITIK

Tuesday, 26. December 2006 19:03

Person A sagt: “Ich denke, daß p”. B daraufhin: “Wie kommen sie darauf?” A: “keine Ahnung”; was hier falschläuft: Begründungen haben auch die Funktion, Willkür und Assoziation zu domestizieren. Darin besteht ihre politische Relevanz.

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