Theoriedesign

Der Ausdruck stammt von Luhmann. Theorien werden angelegt und kultiviert wie Gärten. Es gibt da zwei Großtypen: Identitäts- und Differenzkalküle. Der Identitätstheoretiker schaut auf die gemeinsamen normativen Standards, die unterschiedenen “Systemen” zugrundeliegen (Rationalitätskern), der Differenztheoretiker die vielen unterschiedlichen “Eigenroutinen” der Systeme. Habermas und Luhmann. Differenzkalküle sind sicher die besseren “Starter”, weil sie weniger voraussetzen. Das Prekäre ist nur, daß damit die Zugreifbarkeit der Systeme untereinander von vornherein unterbunden wird, nur weil das Modell es so vorsieht. Die Barrieren werden unter Rückgriff auf “Sprachspiele” mitunter sogar zu Verständnisbarrieren gesteigert (Postmoderne). Wie muß man ein Design wählen, um differentiell beginnend derartige modellbedingten Artefakte und Präjudize nicht entstehen zu lassen?

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Datum: Monday, 16. July 2007 8:03
Themengebiet: analysis, concepts&models, methods Trackback: Trackback-URL
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