Unverlierbar
Das Wahrheitspraedikat wird manchmal als unverlierbare Eigenschaft bezeichnet. Das ist nicht zu verwechseln mit “ewigen Wahrheiten”, sondern eine semantische Einsicht in den sinnvollen Gebrauch von z.B. “Wissen”. Gemeint ist: Man kann nicht sagen, man wisse etwas und nach Falsifizierung des Wissensguts den Sprachgebrauch durchhalten. Also so: “Ich wusste damals, dass p, das hat sich nun als falsch herausgestellt und nun weiß ich, dass q”. Sondern: er ist zur sprachlichen Umstellung gezwungen, derart, dass er sagt: “Ich glaubte damals (nur), dass p,…”. Zuwiderhandlung würde dazu führen, dass man dem Proponenten sagt, er habe das Wissenspraedikat nicht richtig verstanden oder er verwendet es anders.
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