Voraussetzungen
Man unterscheidet traditionell verschiedene Typen von Voraussetzungen: z.B. logische, empirische und transzendentale. Beispiel: Um einen Gedanken haben zu können, muß Sauerstoff in meiner Umgebung sein (empirische Notwendigkeit). Auf solche Bedingungen kommt man vermutlich durch Variation von vermuteten Faktoren. Logische Bedingungen: jemand fällt ein Urteil, liefert aber eine unvollständige Begründung; dann kann ich ihn darauf hinweisen, daß das Urteil nur dann triftig ist, wenn er weitere Prämissen annimmt (er muß sie annehmen). Transzendentale Bedingungen: Um einen Satz wie “Paul ist der Bruder von Erna” verstehen zu können, muß ich Eigennamen (singuläre Terme Paul, Erna) sowie (zweistellige) Relatoren (…ist der Bruder von…) verstanden haben. Kant sprach hier von Verstandesbegriffen und unterschied Qualität, Quantität, Relation und Modalität als “äußerste” Abstraktionen. Diese sollen Urteile oder den Sinn von Urteilen ermöglichen. Solche transzendentalen Voraussetzungen gewinnt man regressiv. Man stellt sich einen gelungenen, erfolgreichen, sinnvollen Akt des Urteilens vor und macht ein “backtracking” zu dessen abstraktesten, notwendigen Voraussetzungen. Deshalb der Ausdruck: transzendental = Bedingung der Möglichkeit von…
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