Weichenstellung
Es kommt nicht selten vor, dass Philosophieinteressierte in Foren oder in den Medien die Übersetzung von der “Liebe zur Weisheit” aufgreifen. Das ist nicht unbedingt falsch, kann aber irreführen. Zumeist assoziiert man mit dem Weisheitsprädikat nämlich gerne “Lebenserfahrung”. Im Gefolge verlegt man dann gerne die Beschäftigung zeitlich nach hinten und tut so, als wäre es eine Frage des Alters, ob man Einsicht nimmt in solche Konzepte wie “Wahrheit”, “Bestätigung”, “Induktion”, “Kausalität”, “Erklärung” oder Formen gültigen Argumentierens. Daraus resultiert dann, dass die Beschäftigung durch diese Definition zu spät kommt. Philosophie soll ja Weichen stellen, die einen gar nicht erst Fehler machen lässt: eine Navigationshilfe.
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