Zuschreibung
Es gibt bei der Zuschreibung der Fehlerverursachung bei Handlungen häufig eine Überblendung von zwei Dimensionen: der pragmatischen und der analytischen. In der Regel ist es vernünftig, pragmatisch davon auszugehen, daß man sich selbst in Bewegung zu setzen hat, wenn man Erfolge haben oder einen unliebsamen Zustand beenden möchte. Daraus folgt aber nicht (analytische Ebene), daß die Ursache des Zustandes man selbst sein muß. Wer kategorisch selbstzuschreibt handelt nicht weniger fehlerhaft wie derjenige, der kategorisch fremdzuschreibt. Die Ursachenverteilung ist a priori nicht festgelegt. Mal liegt sie da, mal dort. Das muß empirisch ermittelt werden (inquiry).
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